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Im deutschen Reich · 1921-01-01 · Heft 1 (Januar 1921) · p. 4

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
27 (1921)
Issue
Heft 1 (Januar 1921)
Article
Zwei "kräftige Irrtümer" im Antisemitismus und Alldeutschtum
Date
1921-01-01
Page
4 (sequence 4)
Language
German
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4 Im deutschen Reich Kulturfähigteir a II e r Rassen. nisch, Slawisch, Litauisch, Germanisch und Keltisch) und densemitischen Sprachen (Arabisch, Aethiopisch, Babyl'Misch-Affy'rischFHebräisch.und Aramäisch-Syrisch) unleugbare Zusammenhänge zeigen, wie .zunächst bei den Zahlwörtern: vgl. sanskritisches ^8a?tan7. arabisches „sab’un“ sieben! Doch nun genug der Erörterung über das wirkliche Vorhandensein von Rassenunterschieden in der Menschbeit und über deren falsche Geltendmachung. Diese Erörterung bildete ja allerdings eine nicht zu umgehende Vorbereitung auf die. Behandlung des Themas „Rasse und Kultur", aber nunmehr ist an die Betrachtung dieses Themas selbst hinanzuschreiten. 2. Die erste Hauptfrage, die cs dabei zu beantworten gilt, betrifft aber natürlich die Kultur fähig f eit aller Dtenschheitszweige. Ist also eine von den Menschenrassen nicht, mit den geistigen Kräften ausgerüstet, um in die Reihe der Kulturpsleger einzutreten? Ein Anfang zur Beantwortung dieser Frage liegt schon in dem Hinweis aus folgende Tatsache. Wo immer Menschenknochen entdeckt worden sind, wie z. B. in den Höhlen von Altamira und Umgegend, im nördlichen Spanien, da finden sich auch „Herdfeuerreste"^), und schon die Uebung des Feueranmachens und der Feuerverwertung trennte den Menschen prinzipiell, vom Tiere. Der Mensch wird ganz richtig in der Sanskritsprache als. manu „der Denker" bezeichnet). . Aber wie viele andere Belege für die Kultur fähig k.e i t, auch der jetzt am wenigsten kultivierten Menschengruppen, lassen, sich außerdem sammeln!^ Bedeutsam ist doch auch, daß bei ausgedehnten Untersuchungen des Gehirns von Südseevölkern es nicht .gelungen ist, auch nur den geringsten Unterschied zwischen dem . Gehirn dieser Personen und dem der Europäer nachzuweisen. Zn demselben Resultat führte die Untersuchung von Europäer- und Negergehirnen (Kohlbrugge und Mall in den Verhandlungen der Akademie zu Amsterdam aus dem Jahre 1911). Indes, was braucht die B e f äh i g u n g zur Kultur bei Indianern, Negern usw. erst noch untersucht zu werden, da diese Fähigkeit in zahllosen Fällen durch die Tatsache bezeugt wird., daß Vertreter dieser Rassen erstens selbst bedeutende Sch rst t t e i n d e r U e b e r w i n d u n g d e r U.n k u l t u r gern acht haben. Denn keineswegs. ist schon darüber hinwegzusehen,' daß bei den Rassen, die kurzweg als „niedrige" bezeichnet zu werden .pflegt die .Frau eine geachtete Stellung einnimmtZ, und daß' auf den Zeichnungen in der Haupthöhle von Altamira die Frauen mit .bedeckter Scham dargestellt sind. Auch ist das'starke Ehrgefühl zu beachten, das die Fidschi-Insulaner ebenso äuszeichnet, wie GastfreundlichkeiL die Indianer. Ferner finden , sich auch bei niedrig- ^) Äd. Stieaelmann, Altamira (1910), S. 8. Frd. Max Müller, Das Denken im Lichte der Sprache. (1888), S. 397. 6) Ploß, Das Weib in der Natur und Völkerkunde^'1899), II, S. 446fs.

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