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Im deutschen Reich · 1920-06-01 · Heft 6 (Juni 1920) · p. 186

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
26 (1920)
Issue
Heft 6 (Juni 1920)
Article
Professor Droogstoppel
Date
1920-06-01
Page
186 (sequence 6)
Language
German
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186 Im deutschen Reich 7 einigermaßen (!) auswog." (13.) Denn wie er aus der einen Seite Mücken seigt, so bringt er es aus der anderen fertig, Elefanten zu verschlucken, wischt sich den. Mund und sagt: es war nichts. Entsetzlich aber ist es, wie diese Bande in dem eroberten Lande-wütet. Alle lebende Kreatur wird (alles mit dem bloßen Messer!) niedergemetzelt — von Kadesch Barnea bis Gaza und ganz Goschen bis nach Gibson — Ein Blutmeer! (32.) Und dabei ist das Ganze nicht einmal wahr! Denn tatsächlich ist es den, Israeliten niemals gelungen, das ganze Land zu erobern. Und was waren die Kanaaniter, gegen die diese Scheusale unter „fadenscheinigen Borwänden" (43) derart wüteten? Das eigene Brudervolk der Häraer! (41.) In unserer Jugend stellten wir uns den Zug der Kinder Israels vor wie die feierliche Prozession eines Volkes von Priestern, begleitet von einem prächtigen Heiligtum mit goldenem Altar und goldenem Leuchter, und jetzt erfahren wir, daß die in Kanaan eingedrungenen alten Hebräer (— Habiri) gar kein heiliges Volk waren, sondern im Gegenteil raubende und mordende Nomaden (51). Daß aber die Israeliten das ihnen doch von Gott verheißene Land nicht zu erobern vermochten, bedeutet einen unüberbrückbaren Gegensatz zwischen Verheißung und Erfüllung (34). Ueber diesen „denkbar schroffsten Widerspruch" (39) Helsen weder die „Unverfrorenheit" des Deuteronomisten, noch alle sonstigen „Beschönigungs- und Bemäntelungsversuche" (36). Noch mehr! Die Israeliten hatten überhaupt gar kein Anrecht an das Land. Die Ursache des ganzen Eroberungszuges und somit aller Greuel war lediglich ein von Prof. D. für die vorderasiatischen Völker ausgestelltes Axiom: „Kein Volk ohne Gott", also wurde „Jaho" von Mose zum Nationalgotte Israels „ernannt" (69) — „Kein Gott ohne Land", also mußte sich der Nationalgott Israels um jeden Preis ein Land verschaffen (40).- Daß die Bibel viele Dinge erzählt, die der Wahrscheinlichkeit, der Erfahrung und den Naturgesetzen widersprechen, weiß man bereits seit geraumer Zeit. Diese Erscheinung ist auch nicht auf das Alte Testament beschränkt. Vom Neuen (um nicht zu weit zu gehen) gilt dasselbe in noch viel höherem Maße. Die Evangelien find nicht nur von Anfang bis Ende voll von Wundern unglaublichster Art, sondern sein Held ist ganz wesentlich ein Wundertäter. Seine Taten würden einem christenfeindlichen Droogstoppe! unerschöpflichen Stoff zur Kritik bieten: er heilt Blinde, Lahme, Stumme, Aussätzige, Gichtbrüchige, Mondsüchtige durch bloßes Handauflegen und Berühren, ja, sogar aus der Entfernung (Matthäus 9ff., 27ff., 32; 12,9ff., 22ff., 14,34ff, 15.21 ff., 29ff., 17,24ff., 2l.29ff.), er gebietet den Dämonen, daß sie aus zwei Besessenen in eine Schweineherde fahren (8,28 ff.), er erweckt eine Tote zum Leben (9,18 ff.), er bedroht das tobende Meer und es wird still (8,26), er wandelt auf dem Meere, ohne ünterzusinken (14,22 ff.), er speist fünftausend Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen, und dabei ergaben die übriggebliebenen Brocken, die man aufhob, noch zwölf Körbe, ein andermal von sieben Broten und wenigen Fischlein für viertausend. Menschen noch sieben volle Körbe (14,13 ff., 15,32 ff.,

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