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Im deutschen Reich · 1920-01-01 · Heft 1 (Januar 1920) · p. 19

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
26 (1920)
Issue
Heft 1 (Januar 1920)
Article
[Ohne Titel] / K. A.
Date
1920-01-01
Page
19 (sequence 6)
Language
German
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gehfdjoa n Hermantt ist durch den.Krieg, den er als den Vernichter aller Kultur und aller Mora! ansieht, aufs tiefste erbittert und von einem glühenden Haß erfüllt gegen alles, was Krieg heißt und mit dem Krieg in Verbindung steht. Das muß er mit sich selbst abmachen. Wenn er aber in diesem Buch Aussprüche tut wie etwa: „Es gibt nur einen Stamm non Weltbürgern bis heute, und das sind die Juden", so müssen wir dieses Urteil über unsere Gemeinschaft aus das allerentschiedenste znrnckweisen. Und ebenso: „Ich gehöre als Jude einer zu alten Rasse an, um den Massensuggestionen zu verfallen. Worte wie Volk, Krieg und Staat sind für mich färb- und klanglos. Für mich haben nur die Worte Mensch und Leben Klang, aber einen Klang von einer Philo Verlag. Von seiten der Familie Riester ist Einspruch erhoben worden KLgLM'diS FLHrrmg des Rirmerrs „Gabriel Rieffer Verlag. Wir nennen den Verlag nunmehr, in Erinnerung an den großen jüdischen Philosophen „Philo" Phils Verlag. Hoheit und Fülle, den Zn empfinden die anderen Rasten anscheinend noch zu jung sind/" Was wir bei der Besprechung des ersten Herrn cmnschen Aufsatzes bereits.empfunden haben, daß er sich einen Thron der Unwirklichkeit gebildet hat, der in den Wolken ruht, das scheint auch hier zuzu treffen. Vielleicht mag einmal eine Zeit kommen, wo die Begriffe Völker und Rasten verschwunden sind. Vielleicht mag ■ einmal eine Zeit kommen, wo nur noch das Wort Mensch einen Klang hat. Wer weiß das? Heute jedenfalls aber [mb wir noch von dieser Zeit, die dann in Wahrheit die Zeit des Kosmopolitismus sein würde, unendlich weit entfernt. Heute haben die Worte Volk und Staat noch einen sehr festen und sehr genau bestimmten und unterscheidbaren Klang. Und wir haben diesen Klang mitzufühlen. Wir können

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