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Im deutschen Reich · 1919-12-01 · Heft 12 (Dezember 1919) · p. 500

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 12 (Dezember 1919)
Article
Die Grundlage unseres Kampfes!
Date
1919-12-01
Page
500 (sequence 3)
Language
German
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500 Im deutschen Reich wirksame Bekämpfung der Feinde auch in unseren Zeit zu leugnen, muß daran erinnert werden, daß ohneden f e ft e n , unerschütterlichen Glauben an die Vortrefflichkeit der Sache nichts zu erreichen ift, und daß ein solches Vertrauen auch einen Ausgleich für manchen Mängel in der Organisation bieten kann. An diesem Glauben aber fehlt es leider häufig, und das kommt in einer Erscheinung zutage, die wir oft und gern als Objektivität ansprechen, die aber in Wahrheit Schwäche ist. Ein wenig von diesem Objektivitätswahn der Selbstzerfleischung, der jetzt in Deutschland alle Schuld am Weltkriege bei uns und alle Tugenden der schnöde verletzten Friedfertigkeit bei England und seinen gleichfalls in ihrer unbedingten Unschuld schwer verletzten russischen und französischerr Freunden sucht, scheint auch in uns deutschen Indem zu stecken, wenn der klare Gedanke verlassen wird, daß jeder Haß unsittlich i st und bleibt, ein Unrecht, d asm i t allenMitteln zu bekämpfen ist! Man wird objektiv! Man sucht zu erklären und entschuldigt dabei, Vergißt, daß nach jüdischer Weltanschauung nicht alles Seiende vernünftig ist. Man wühlt im eigenen Selbst, zerrt seine Fehler ans Licht, milde damit dem Gegner des Juden verzeihend, und übersieht ganz, daß selbst eine tausendfach größere Last von Sünden der Juden als Persönlichkeiten noch lange nicht den Haß gegen die Masse entschuldigen kann. Haß ist Sünde, und das gilt nach den Lehren des Judentums und des Christentums wie jeder Auffassung, deren Ziel Kultur ist, und das vergessen, in scheinbarer Objektivität den Haß entschuldigen, heißt der besten Organisation den eigentlichen Impuls nehmen, den willigsten Kämpfer unsicher machen. Schlimmer noch als die individuelle Rechtfertigung des Antisemitismus durch Sünden einzelner Juden, die unbewußte Anpassung an die antisemitische Methode der Verallgemeinerung, ist die systematische Untergrabung der wirksamen Bekämpfungsmöglichkeit durch allmähliches H inü be r g l e i t e n auf den Standpunkt des Gegners und prin zipielles Einverständnis mit seinen Argumenten! Man leistet auf diesem Gebiete im Judentum heute ganz Hervorragendes, und die allgemeinen Argumente der Antisemiten haben mit der Macht der Hypnose selbst verständige Juden geblendet. Wenn jene als Ausgangspunkt die Rassenverschiedenheit feststellen, wenn sie das staatsbürgerliche Leben in Beziehung setzen.mit der Rasse, wenn sie die Kultur zu einer nationalen stempeln und demgemäß, nachdem die Juden für fremd erklärt worden sind, ihnen das Recht der Anteilnahme an der Kultur bestreiten und damit die Grundlage ihres Rechts

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