Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 11 (November 1919)
- Article
- [Ohne Titel] / K. A.
- Date
- 1919-11-01
- Page
- 465 (sequence 3)
- Language
- German
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regisruug sich! e-t n Jude befindet'!- Dollen -wir noch einmal bar* «rWnweisM, daß in Ministerien unb'hHeren Regisrungsstelleu nicht-die Juden, sondern die aus demalten Regime übernommenen Beamten das erste Wort reden? Was nützt es, das immer und immer wieder Zu betonen? Es ist unfern Gegnern-schon ein Dorn im Auge, daß jetzt auch einige hervorragende Glaubensgenossen an die Stellen, die sie durch ihre Tüchtigkeit redlich verdient haben, gekommen sind, und. daß sie Gesinnungsgenossen der ...Deutschen Tageszeitung", die wenig gelernt, aber viele.Beziehungen hatten, das Amt weggenommen haben. Man hat durch den Beschluß des Hauptvorftandes die anti-> semitische Tendenz im Parteiprogramm verankert und man wird — auch darüber dürfen wir uns keinem Zweifel hingeben — nach ihr handeln. Sind es nur Juden, die aus Osteuropa zuwandern?. Nein. .Aber für die Antisemiten sind es nur Juden, die die Grenze überschreiten, und nur für sie müssen die Tore des Landes gesperrt werden. ' '; Dasselbe Schauspiel, das uns die Vorgänge in der Deutschnationalen Volkspärtei selbst bieten, bieten uns auch die Ereignisie in der D e ütschnationa l e n I n g e n d b e w e - gung. Auch dort wird mit einem glichenden Haß alles, was jüdisch ist, bekämpft. Mit einem Eifer sondergleichen haben die Antisemiten es verstanden, die Herzen und die Seelen ihrer Jugend zu vergiften. Wahrlich, die Jugend gerade hätte heute etwas Besseres zu tun, als ihre Kräfte im Kampf gegen die Juden zu erschöpfen! Aber auch hier will man nicht" schlechtweg die Juden ausschließen, sondern man suchte nach einer Lösung, die den antisemitischen Standpunkt der Bewegung auf der einen -Seite klarlegte, aus der andern Seite es einem gutgläubigen Juden nicht verwehrte, einzutreten und Beiträge zu zahlen. Deshalb stellte man sich ans „deutsch christliche Grundlage". Wer einen Kommentar dazu braucht, der möge die „Nationale Jugend" vom 10. Oktober lesen, und er wird finden, welche wahre ^Grundlage diese Phrase verdeckt. „Mit dem ihr eigenen sicheren Instinkt," so heißt es dort, „erkannte die Jugend, daß mit dem Eintritt der Juden in den Bund eine große Gefahr verknüpft Mar. Es galt und gilt noch immer, den Kampf gegen den Internationalismus, gegen jenen aussaugenden Händlergeist, gegen -die Gegner des bewußten Volkstums. Die Jugend fürchtete, daß die Juden im Bund, wie überall im wirtschaftlichen und politischen Leben, es verstehen würden, in die Leitung einzüdringen, um durch Unterminieren und Wühlen ihren Gedanken zum Siege zu verhelfen, um so aus dem deutschnationalen einen . internationalen Bund zu machen."