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Im deutschen Reich · 1919-09-01 · Heft 9 (September 1919) · p. 361

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 9 (September 1919)
Article
Bemerkungen aus der Soziallehre der Bibel
Date
1919-09-01
Page
361 (sequence 5)
Language
German
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, Bemerkungen aus der.Sozrallehre der Bibel §61 -sÄnsMÄ derfolgew-—, fo f San reu Dir den LWischen SoZaM-nuZ kurz formjulieren. Weil ihr Die TlMrkermung der Würde des „Menschen" über alles geht. L-aher enchält auch die,Bibel eine Be? ftiimtiung, die bei all anderen orientalischen Völkern — aber auch noch -bei manchen modernen vo r d em Kriegs ,— etzvas llnbeitSctcS toste:, eine t'ii! iti®t> -der---Königsrscht.-edis xber: als Definitisn -schon eirre EinschrönkWg bedeutet. Das S.. Buch Mas. K. 17. 14.sf. gM sie. und War mit dein ausgesprochensten Nachdruck der Beschränkung des Winas. Die MachtmiLtÄ, durch weiche das Eolute Königtum seine Gewalt-Wer dem Volke aufrichtet, werden den: König versagt: wie die Rosie, die stehende SöL-nertrustps. nach MrslSndischem Muster, so der 'Kronschatz. DüMjpy. wird er sehr nochdrüMich ans Gäsch gellmtden als Glied des Volkes, aus dessen Nkisls er hertt.'iro«MrrtzLn'ist und über das er sich nicht hochmütig erheben darf. Tenn ums Volk ist es dem Gesetz zu tun. Nicht bloß Untertanen, durch fcie kHsrchchermacht zNsaurnrerrgcschweißt, sondern Brüder sind sie, wie das' Gchetz unermüdlich hervochebt. Neben der Beschränkungder AutokrKtie des Königs durch das Gesetz ging eben dieses Gesetz bewußt duvans aus — es gchchah sicherlich angesichts der allmächtigen PriesterkastLN, die das ägyptische und kanamtische Volk in 'schwerem Banne hielten. —,. freu vvrrcherein die Macht des Priesterstand es dadurch zu. -beschränken, daß es ihm nicht nur soden. Totenkultus.verbot —. eine längst nicht genug beachtete Tatsache —, vor allem aber dadurch, dch;"es. verlangte. daß die Kenntnis des Gesetzes Genreingut des BMes würde. Kein BchsteriMm sollte die Priester' als unnahibare Kaste dom Volke trennen, jeder Israelit sollte das Gesetz keimen, sollte imstande stin, Richter im Volke werden zu können. Vor allem aber, so bemerkt Schall (l. c.), fchlte den Leviten und Priestern die vornchmlichste Grundlage einer hierarchischen Machtentwicklung. Sie hatten, kern Erdteil nst Lande, sie hatten keinen Grimd und Boden, und das ist das Allererste Erfordernis, um die BoWfoeiheitz mit Energie und Erfolg durch tyriaunische und hierarchische Gelüste, zu unterdrücken. Wer sich von der echt demokratischen Denkweise dieser Bestimmung keine rechte BotrstellrnG machen kann, den-verweisest.wir mit Schall auf die Zustände, wie sie in der mittelalterlichen, aber nicht bloß mitL-Äa-lterlichen Kirche eingetreten sind, durch den unstillbaren Machthunger, den die Kirche weltlichen Gütern gegenüber an den Tag. gelegt. Das 'sind nur einzelne prinzipielle Bestinnnrmgen, wie sie dem biblischen Sozialismus .Wgrmwe lisgeni. Zu estiem „Volk von Priestern" möchte die BWel uns erziehen, zu Menschen, die wissen, daß die „Einheit" Gottes bekennen nichtsanderes bedeuten darf, als der Einheit der Menschheit zu dienen, indem wir vor allem danach streben, diese Einheit in uns selbst zu verwirklichen, nicht Koß hem Sinnlichen und Tierischen in uns. stWst den Vorzug zu lassen,.sondern, vor allem zum Wesen des Bdenschen, zur Geistigkeit durchzudringen und so den Misnschen in uns selbst achten und schätze« M, lernen. Wahrer SoziMsmus kann - nur im Innern des Menschen selbst beginnen. Wissen -wir das, dann haben wir Juden'allen

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