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Im deutschen Reich · 1919-05-01 · Heft 5 (Mai 1919) · p. 221

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 5 (Mai 1919)
Article
Nochmals Klatzkins "Probleme des modernen Judentums"
Date
1919-05-01
Page
221 (sequence 6)
Language
German
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Nochmals Klatzkins „Probleme des modernen Judentums" 22! Kampfe ' Llerbt das Züdrs6)e, geistig Übernationale rn uns, natisnalfÄMrd.- ungebunden«. Anser jüdisches Menschheitsideal ist unserem deutschen'oder sonstigen Vaterland:scheu. Gefühlt.nicht feindlich, sondern mit ihm'synthetisch verbunden. Mit dem. gleichen Recht mutzte Klatzkin jedwn 9)cenfchLmrennde die Berechtigung absprecheu, an den Kämpfen seines Vaterlandes teilzunehmen. " Doch kehren wir nun zu Klatzkins Gedmckengang zurück.- Die hersijchtz Cxi.stenFo.rm,.'in der fich der NLtioucrljude im^Galuth befindet,, fordert energischen.,. Kampf! Kumpf gegen die' AUmilanten, - dienicht mehr als Juden'- gelten: dürfen; Kampf gegen die PhilosemiLen, die Freunde der Ajsimikurten, .und...Kampf, offensiver Kampf gegen die alten Bedrücker der Judenheit in den Jahrhunderteru Wir 'sehen' also, auch Klatzkin kommt um.'den Kampf gegench-en Antisemitismus nicht-heruim - -. Bei dieser Gelegercheit der Polemik gegen die dem Juden feindliche Welt möchte ich noch auf eine andere Polemik zurückkommen. die er an anderer Stelle. — übrigens in wundervoller und.ergreifender Form — gegen das Christentum führt. Es-würde, zu weit führen, auf diese hier einzugehen, doch möchte ich auf eins Hinweisen: Die Vorwürfe, die er. dem Christentum macht, verquicken sich zum großen Teil mit denen gegen die christlichen Völker, die -Christenheit. Nun ist doch bei allem, was mau gegen den Ideengehalt des Christentums ansühren. kann, dieser Gehalt doch sicher im schärfstLN Gegensatz zu der Roheit und Kulturlojrgkeit der christlichen NaLroneN: des Mitt-eLalters, die sich irr ihrem Verhalten gegen die Juden ausdrückt.- Klatzkin gibt uns also selbst einen klaren Begriff des.Zerm. Kildes, -den .die -Religion m -Verquickung - mit naLioualerr. und sozialen Eigenarten und Schwachen aunimmt. - - Das Galuth muß für Israel das Land ständigen Kampfes sein; der' Kamps-ist-schwer; er'wäre hoffnungslos ohne die Aussicht auf Erfolg. Und aus welche-Momente 'begründet sich diese? Das erste Dboment-,'. die elementare Vorbedingung, ist der Wille, zürn nationalen Siege. Ein zweites, ist negativer Natur: Die Assimilation würde, wenn sie käme, ein Unheil für die Völker sein; denn die „Ussimilanten" haben kein Verständnis -'für das Ursprüngliche, Reine, Ünmittelbare in der Kultur -ihren' Wirtsvo-lker; sie wirken somit verwässernd und zersetzend auf diese und' bähen kein. Verständnis für die heilenden Kräfte des nationalen Genius. So .drängen auch-die Völker zur nationalen Loslösung Israels hin. ' Und das- -dritte Moment bewegt, sich aus derselben Linie: 'Der nationale Gedanke ist die-ästhetische und ethische Reaktion auf die -unästhetische und um ethische- Assimilation,, und daher wird 'er. siegen. So wird, so muß Zion kommen; es wird die wahren, die'nationalen Tugenden Israelis der Welt' offenbaren und-für die Welt sreimachew ' Matz km ist am Ende," Wir haben in ihm den Vertreter eines seltenen nationalen 'Radikalismus - kennengelernt', mit dem wir aber/ gerade weil er in seinem Radikalismus -konsequent' ist, doch' gewisse Berührungspunkt gefunden haben. Undkonsequent entwickelt Klatzkin seine Probleme'. Sie lassen sich ungefähr so zusammenfassen: Das Problem der Auseümnder- . setzurrg mit dem' geistigen Nationalismus^ -der'nicht'erkennt, daß das nationale Judentum nur durch seine Gesetzesreligioch nie durch seinen übernationalen Ideengehalt Bestand haben" kann, Der ferner nicht erkennt, daß diese endgültige nationale Rettung-nur in'ünd durch Zion kommen kann, außerhalb dessen-keindauerndes nationales Leben möglich rst: dann das Problem der Erhaltung des Judentums bis Zur Rückkehr nach Zion, die nur in ständigem Kamps und in ständigem nationalen Streben liegen kann. Wir haben im Laufe des Referats daraus hingewiesen, wie er. bei der.Darlegung dieser Probleme sich in vielen Fragen, besonders in der Frnge LG'> Verhältnisses zum NnLisemitismüs, wem - LUch'-'natürüch - -vom'

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