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Im deutschen Reich · 1919-04-01 · Heft 4 (April 1919) · p. 175

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 4 (April 1919)
Article
Dr. Dinter auf den Spuren Rohlings
Date
1919-04-01
Page
175 (sequence 5)
Language
German
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Dr. Sinter aus den Spuren Rohlings 175 rrchtsgutachten mit dem HrnZufügen bestätigt, daß dem Talmud das Christentum fein Götzendienst und der Gegensatz von „jüdischer Religion" im Schrifttum der Juden keineswegs das Christentum. sondern der Götzendienst sei. " (A. F. Hartmann, O. G. Tychsen ufw. Bremen 1818, S. 18*.) Auch Franz Molitor, einer der größten Gelehrten der katholischen Christenheit, der aus eigener Wissenschaft die Kenntnis des Talmuds erforscht hat, legt Zeugnis' dafür ab, daß der Talmud nichts Christenfeindliches enthält. (Philosophie der Geschichte III. S. 125—127.) Desgl. Delitzsch S. 11: „Ich muß es für fasch erklären, daß überall, wo der Talmud von Götzendienern redet, Christen gemeint feien". Sie aber. Herr Dr. D.. besitzen die Kühnheit, zu behaupten, daß unter „Akum" jeder N^htjude. „speziell" der „Christ", zu verstehen ist. und bringen unter dieser falschen Anwendung des Wortes aus das Christentum Eckersche Zitate aus dem Choschenhamischpat. um glaubhaft zu machen, daß es den Juden von Religions wegen gestattet oder gar geboten sei, „speziell" den Christen durch Lug. Betrug. Meineid und T ö t u n g z u schädigen und zu beseitigen. Warum hat Ihre Talmudwissenschaft nicht auch jene Zitate ans Licht der Sonne gebracht, die selbst dem Heiden gegenüber Liebe und Menschlichkeit einschärfeu? Warum verbreiten Sie nicht auch folgende Zitate: „Ein Heide, der die Gotteslehre studiert, gleicht vollkommen dem Hohenpriester". (Mischna Hör. 13, Sanhedrin 59.) „Die Frommen aller Volker.der Welt haben Anteil an der künftigen Seligkeit." (Tos. Sanh. 13, 2.) „Es gehört zu den Pfaden des Friedens, die Armen der Heiden mit den israelitischen Armen zu unterstützen, ihren Kranken zu helfen, ihre Toten zu bestatten." (Gittrn 21a.) „Wenn der Israelit einem heidnischen Weisen begegnet, ist er verpflichtet. Gott zu preisen, der von seiner'Weisheit dem Menschen mitgeteilt hat." lBerasch. 58a.) „Was du nicht willst, das man dir tust das füg’ auch keinem andern zu." (Sab'b. 31a.) „Es ist kein Unterschied, ob jemand Geld oder Geldeswert einem Juden oder Götzendiener stiehlt." (Baba K. 1133.) „Die Völker, in deren Mitte wir leben,, glauben an die Grundsätze der heiligen Schrift; wir sind verpflichtet, für ihr Wohl zu beten." (Chosch.-ha-mischp. 425. 5.) „Ueberall gilt der Grundsatz: Staatsgesetz ist Religionsgesetz." (Ebenda 369, 8, Gittin 10b.) Diese und tausend andere Zitate aus dem Talmud und Schulchanaruch haben bei Ihnen, Herr Dr. D.. und bei Ihren zünftigen Wahrheitskämpfern feinen Anklang gefunden, während jene unliebsamen Zitate einzelner Gelehrter, die sich aus Zeiten heftiger Glaubenskämpfe mit dem Heidentum beziehen, eher Ihrem Geschmack entsprechen. Im übrigen kommen in dem großen Sprechsaal des 12 Foliobände umfassenden Talmuds durch einzelne Gelehrte die Ausnahmegesetze der Heiden gegenüber dem Judentum in gegenseitiger Weise auch aus das Heidentum in Anwendung, z. B. das fremde (römische) Fundrecht im Verkehr der Juden mit Fremden u. dgl. rrt. So kann der Unkundige ohne Berücksichtigung der inneren und äußeren Zusammenhänge aus dem bloßen Wortlaut 'einzelner Stellen zu ganz falschen Resultaten gelangen. Solche relativ gehässigen Zitate aus dem Schutte des Altertums zusammenzufcharren und zu sagen. „Seht, das ist die Religion des Judentums!" — das ist schmachvoll und unehrenhaft! Vor solchen Verdächtigungen könnte auch das Christentum n i ch L b e ste h e n , dessen hohe sittliche Bedeutung kein jüdischer Theologe jemals angezweiselt hat, wenn z. B. Evang. Matthäi 15, 26 das heidnische Weib als „Hund" bezeichnet, wenn der Kirchenvater Augustinus hierzu bemerkt, daß die Heiden mit Recht als Hunde bezeichnet werden, und wenn der Bischof SL. Hilarius dfe Heiden „Hunde", die Ungläubigen „Schweine" nennt. Nach dem kanonischen Mecht gibt die Ehe, die der Heide vor der Taufe, und eine zweite nach derselben eingeht, nicht

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