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Im deutschen Reich · 1919-04-01 · Heft 4 (April 1919) · p. 174

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 4 (April 1919)
Article
Dr. Dinter auf den Spuren Rohlings
Date
1919-04-01
Page
174 (sequence 4)
Language
German
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174 Im deutschen Reich „so schwer verdächtigte Wahrheitskämpser" ist in Oesterreich wegen U x,? I ixn b ei! f ö [ f cf) u n g zu Kerkerhaft und Landesausweisung verurteilt worden! 'Er war hintereinander Jude, Prstestant und Katholik, und hat dann unter seinem eigenen Namen mit Approbation des Bischofs Eder von Salzburg ein Buch über die Geheimlehre herausgegeben, worin er von der ganzen antisemitischen Tülmudgelehrsamkeit einschließlich des Judenspiegels (seines eigenen Werkes) erklärt hat, daß sie auf Dummheit und Unwi ssen hoi t b er u h e. Und nun komme ich auf die von Ihnen, Herr Dr. D.. erwähnte Freisprechung in Münster zurück. Es ist richtig, daß in diesem Prozeß über Brimans „Judenspiegel" der Privatdozent Or. Jakob Eck o r in Münster Gutachter war. Dieser ließ sich aber sein gerichtliches Gutachten, aus dem Sie die „inhumanen jüdischen Gesetze'-, auch „speziell" gegen die Christen, „quellenmäßig" zitieren, von — A r o n Briman, dem Verfasser des in dies-em Prozesse angeüagteit „Judenspicgsls", und mitbeteiligten Interessenten a n f e r t i g e n. Somit hat Ecker das i.n ihn als ver-eidigteu Sachverständigen 'gesetzte gerichtliche Vertrauen schmählich mißbraucht. Also ist auch diese dritte Säule des Gelehrtentums und der Wahrhaftigkeit, auf die Sie sich mit stolzer Worten stützen, dahingestürzt. Dieses Gutachten des „gelehrten" Ecker, welches als Druckschrift unter dem Titel „Spekulum", d. h. Beleuchtung des Brimanschen „Ju-denspiegels", erschienen ist, ist also in Wirklichkeit die Arbeit des von mir „so schwer verdächtigten Währyeitskämpsers Briman", auf die Sie, wie Sie selbst verraten haben, die Ausführungen Ihres Eisenacher Vortrag-es, Ihre ganze Wissenschaft,' Ihre Schmähungen und Lästerungen, die Sie als „reine Wahrheit" kolportieren, stützen. Vernehmen Sie auch über diesen „Gesinnungsgenossen" Ecker das Urteil des berühmten katholischen Universitätsprosessors .Bickel l. Dieser schreibt im Jahre 1384 an das Wiener Landgericht:' „So hat kürzlich in Münster ein strebsamer Privaidozent, leider Priester, welcher gar nichts vom Talmud versteht, sich in einem ähnlichen Prozesse als Sachverständiger aufgedrängL und dann zur Bestätigung seines Gutachtens von . einem bekehrten"Juden (Briman) ein von tälmud'rsch-rLbbinischer Gelehrsamkeit überströmendes Buch schreiben lassen, welches er als sein eigenes veröffentlicht hat,' u m d a r'a ufhi n P r o f e s s o r Z u werden." Ein weiterer Beweis gegen Ecker: Rohling schreibt am 11. März 1884 an Briman: „Enthält' Ür. E's „Beleuchtung" des „Ju-denspi.etge!s" auch die Stelle. . .? Sie haben wohl zu dieser Beleuchtung m'itgevirkt! Gut, recht gut." Ecker wurde aus Münster beseitigt, weil [ein „Jndustri-erittertum", wie Bickell dessen Verfahren richtig bezeichnet hast ihn weiterhin dort unmöglich machte. Wahrlich, eine schone Galerie berühmter „W ahrheitskä m.p f e r", der Lnzugehörcn Ihr selöstgewählter Vorzug ist! Nun zu- Ihren Meeschen Uäöersetzuirgszitatrn mit „inhumanen jüdischen Gesetzen", auch „speziell" -gegen die Christen. Sie behaupten vornweg unter Berufung auf Ihre „Gesinnungsgenossen", daß unter A k u m „speziell" der Christ zu verstehen sei. Diese Wortüb-ersetzung hat bereits. Franz Delitzsch in seiner Schrift über Rohling (S. 27) als „schauderhafte. Verleumd irn g" gezüchtigt. Das Wort Akum bedeutet SternanLeter und ist die Abbreviatur aus den Ansangsbuchstaben der hebräischen Worte Abbe, Kochcköün. Umasoloth, d. h. Anvaier der Sterne und Sternbilder. Nur gegen diese Heiden als Feinde Gottes und des Glaubens richten sich die scharfen Verordnungen ozw. Lehrmoinungen einzelner, b:-e sittlichen Anschauungen des eigenen Glaubens verkennender Gelehrten. Dagegen oder'wurde die christliche Religion niemals als eine von der jüdischen Religion verschiedene durch irgendein Gesetz dargestellst sondern nur als besonderer Zweig, der altjüdischen Religion betrachtet, was, wie viele andere, auch T ifä) sen, Prof, der Theologie zu Rostock, in seinem Ge-

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