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Im deutschen Reich · 1919-04-01 · Heft 4 (April 1919) · p. 173

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 4 (April 1919)
Article
Dr. Dinter auf den Spuren Rohlings
Date
1919-04-01
Page
173 (sequence 3)
Language
German
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Dr. Dinter auf den Spuren Rohlings 173 Menschheit verurteilt, gezüchtigt, als erbärmliche Falscher und öetrügerische Plagiatoren gebrandmarkt worden sind. Sie zitieren Brimans „I u d e n s p i e g e l", auf Grund dessen einmal, im Jahre 1883 in Münster ein Freispruch erfolgt ist, wobei Sie aber unzählige Verurteilungen verschweigen, welche insbesondere dieses Machwerk durch Glaubhaftmachung seiner Täuschungen verursacht hat. Einstweilen habe ich festzu stellen, Laß neben Rohling und Amman also auch Br. Jakob Ecker in Münster zu Ihren Gesinnungsfreunden gehört. Sie verehren sie als „Wahrheitskämpfer". Sie sind über meine „Kühnheit" erbost, daß ich sie als Quellenfalscher bezeichne, ja, Sie erachten es sogar als meine „Ehrenpflicht", den Nachweis für die Berechtigung meiner „ungeheuerlichen Auslassungen usw." über die „Wahrheitskämpfer" Zu erbringen. Dieser Ehrenpflicht komme ich hiermit gern nach. Rohling hat nicht nur die Talmudisten der Vorzeit, sondern auch'die Heroen des Christentums, die geistigen Führer der evangelischen Kirche, mit Schmutz und Kot besudelt. Er hat in Nordamerika in seiner Schrift: „Der Antichrist und das Emde der Welt" (St. Louis 1875, S. 58) die Reformatoren Luther, Melanchton, Zwingli und Calvin „S chur - k e n" genannt, „die irgendwelche persönliche Skttlichkeit Nicht besessen". In derselben Schrift schmäht er die Religionsprinzipien der evangelischen Kirche als „Schandlehren" und sagt weiter: „Wohin der Protestantismus seinen Fuß setzt, da verdorrt das Gras. Geistige Leere, Verwilderung der Sitten, schauerliche Trostlosigkeit der Herzen sind seine Früchte; ein Protestant, der nach Luthers Rezepten lebt, ist ein Ungeheuer; Va'nd alism u s und Protestantismus find identische Begriffe . . . Redliche Protestanten werden sich mit Abscheu von ihren bisherigen sogenannten Kirchen abwenden, wenn sie in Erfahrung bringen, was für Schurken jene waren, die den Protestantismus ins Leben riefen." In seiner anderen Schrift: ,,D e r T a l m u d j u d e" bietet Rohling 1600 blanke Taler jedem, der seine Talmudzitate als erdichtet, unwahr und erfunden nachweist, und appelliert im voraus an das Urteil der Deutsch-Morgenländischen Gesellschaft. Der Professor der evangelischen Theologie, Franz Delitzsch in Leipzig, hat in der Schrift: „Rohlings Talmudjude" die verlangten Nachweisverbracht: „Falsche Uebersetzungen", S. 16. „Unwissenheit", S. 18. „Entstellte Texte", S. 21. „Falsche Unterschiebung", S. 23. „Lügen". S. 26. „Schauderhafte Verleumdung", S. 27. „Falsche Zeugnisse", S. 29. „Entstellungen durch Verschweigen", S. 30 ff. „Unwahrheiten", S. 32. „Falsche Deutungen", S. 34. „Tendenziös falsche Uebersetzungen", S. 37. „Falsche Schlüsse aus entstelltem Sachverhalt". S. 43. „Gewissenlosigkeit", S. 65. „Verleumderische Unwahrheit", S. 95 usw. „Wo bleiben nun," fragte Herr Prof. Delitzsch, „die Lausend blanken Taler, die er mit stolzem Sel'bstöewußLsein für die Unantastbarkeit seiner Zitate einsetz Le? Hat er wirklich noch den Mut, mit mir vor die Deu'Lsch-Morgenländische Gesellschaft hinzutreten?" Desgleichen haben die theologischen Fak u l L ä L e n z u Amsterdam, Utrecht, Kopenhagen und Leyden und die Universitätsprofessoren Theodor Nöldecke in Straß- - bürg, Merx-Heidelberg. Siegsried-Jena, Bernhard Stade-Gießen Rohlings Beschuldigungen als „Erfindungen der Bosheit, welche von der Dummheit geglaubt werden", der gelehrte Kardinal Bischof Br. Ko pp als „entschieden freventliche Unwahrheit, die weder durch die jü- . dische Religion, noch durch die Geschichte zu begründen ist", öffentlich gebrandmarkt. Im übrigen ist Prof. Rohling auch durch ein Gerichtsverfahren a! s F ü? s ch e r entlarvt worden. (Akten des Prozesses Rohling contra Bloch, Wien, Brei Lenstem.) Rohlings einziger ergebener Freund war: Aron Briman aus Polen, der, wie Sie, Herr Br. D., richtig bemerken, unter dem Namen Br. Justus den „Judenspiegel" geschrieben hat. Dieser von mir

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