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Im deutschen Reich · 1919-04-01 · Heft 4 (April 1919) · p. 172

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 4 (April 1919)
Article
Dr. Dinter auf den Spuren Rohlings
Date
1919-04-01
Page
172 (sequence 2)
Language
German
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172 Im deutschen Reich fälschungen der Rohling, Briman und Konsorten, die durch Gerichlsdockumente, durch Resolutionen der Theologen- und OrienLalistenkongrefse entlarvt und abgetan seien, sondern .die Bezeichnung derjenigen Quellen, die Dr. Dinter arff Grund eigener Wissenschaft aus dem Talmud erforscht haben könnte. Br. Dinter hat darauf in den „Deutsch-völkischen Blättern" vom 21. Februar spaltenlang geantwortet. Der Herr ist als eine explosive und Zeitweise etwas von'der' Norm abweichende '.Persönlichkeit bekannt. Man erinnere sich nur an das Aufsehen, das er bei der Llufführrmg des „Mirakels" im Zirkus Busch durch sein exaltiertes Verhalten erregt hat, und. das zu. seinem nicht ganz freiwilligen Ausscheiden aus dem Verband deutscher Bühnenschriststeller, dessen Direktor er war, geführt hat. Selbst von dieser mildernden Voraussetzung aus betrachtet, enthalt. Dinters Erwiderung unverantwortliche Schmähungen der jüdischen Religion. Wir können dabei von der wahnwitzigen Behauptung absehen, die er aus Grund eines anonymen (!) Briefes aus Eisenach aüs- , stellt, daß das Judentum ihm nicht nur den moralischen Meuchelmord, sondern jetzt auch noch den „k ö r he r l i ch's n M euchel - m o r d" androhe! Aber er spricht von jüdischen „unsittlichen, verbrecheri'scherr, gemein- und staatsaefährlichen" G'esetzesvorschriften und tritt damit als dunkle Schmäherschejnuug neben Rohling, Briman und den Hammer-Fritsch. Landesraübiner Dr. Wiesen hat Herrn Br. Dinter in der Eisenacher „Tagespost" vom 1. März ausführlich geantwortet und auf unfern Wunsch seine schlagende Entgegnung uns sreundlichst zur Verfügung gestM. Sie lautet: Daß Sie weine Aufforderung mit großer Freude begrüßen und mir dafür Zugleich im Namen alle? Ihrer „Gesinnungsgenossen.und Mitkämpfer" darrken würden, habe ich als selbstverständlich vorausgesetzt,, denn eine solche willkommene Gelegenheit, Schmähungen und Beschimpfungen aus Ihrer antisemitischen Hetzrede neuerdings zu wiederholen Und htm Publikum glaubhaft zu machen. durften Sie sich gewiß nicht entgehen lassen'. In dieser Voraussetzung und in der richtigen Erwägung, daß.Sie bei Ihrer unsagbaren Unwissenheit auf dem Gebiete der talmudischen Literatur, von deren Wesen Sie keine blasse Ahnung haben und deshalb mit mir zu diskutieren außerstande sind, habe ich dennoch xntb lediglich deshalb nur solche Quellenangaben von Ahnen verlangt, die Sie „auf Grund eigener Wissenschaft aus dem Talmud neuerdings selbst erforscht , haben könnten", um Ihnen wissenschaftliche Sebbsterkennr-nis abzunötigen. Aber Sie haben als „antisemitischer Schriftgelehrter" dafür kein Verständnis und suchen den Anschein Zu erwecken, als ob Sie wirklich meiner Aufforderung klipp und klar nachgekommen wären, was Sie aber.in Wirklichkeit n r ch t getan haben. Ich lasse Sie salbst sprechen: „Von vornherein erkläre ich, daß ich mich dabei nicht auf die Arbeiten der „Rohling, Briman und Konsorten", wie" Sie sich so freundlich auszudrücken belieben, stützen werde, sondern ganz im Gegenteil . . " Ja. Herr Br. D., hier sind Sie schon zu Beginn Ihrer Antwort aus der Rolle gefallen, denn Ihr „Gegenteil" ist kein Gegenteil, sondern dasselbe. Es sind diestlben Quellenfälscher „Rohling, Briman und Konsorten", auf die Sie Ihre Rechtfertigung .stützen wollen, die aber meinerseits als abgetan bezeichnet wurden,/weil sie vor dem Forum der Wissenschaft und von dem gerecht waltenden Genius der

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