Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1919)
- Article
- [Ohne Titel] / J. Sch.
- Date
- 1919-02-01
- Page
- 71 (sequence 4)
- Language
- German
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Umschau 71 (vom 17. Januar 1819) einen Artikel „Wahrheiten zum Wahlkamps" veröffentlicht, in dem er unter anderem folgendes schreibt: „Die im wahren Sinne des Wortes Volksbeauftragten des imernationalen all l ü b i; ch e n B n ei - B r i t h - O r d e n s üben treulich ihre Pflicht gegenüber einer durch die Jahrtausende bewundernswert und fest bewahrren Ueberlieserung. Wessen Stern war doch immer die Revolution? Das Opfer liegt, dre Radeks steigen nieder. Wie sie rennen und deuten, kirren und wirren, sich ducken und recken, 'bald Laut, bald leise reden!" In einem Flugblatt „Wählt keine I u b t n l i st e n" heißt es gleich zu Beginn mit großer: Buchstaben „Der politische Zusammenbruch unseres Vaterlandes ist in erster Linie dem zersetzenden Einfluß und der zielbewußten Tätigkeit des internationalen Judentums zuzuschreiben." An die Stelle der alten Ordnung sei Unordnung, Rechtlosigkeit, die schmachvolle Herrschaft der Juden getreten; die Juden gehören nicht in die deutsche Nationalversammlung; sie könnten, selbst wenn sie den besten Willen hierzu hätten, keine dem deutschen Volke ersprießliche Arbeit leisten. „Die Revolutionen sind der Stern Judas." — In einem illustrierten grünlichen Flugblatt wird zu den ,,C o h n s o r t e n" sogar Friedrich Naumann gerechnet. Den Karikaturen der „jüdischen" Parteien folgen drei ernste Zeichnungen. Die nationalen Parteien scheinen unter ihren Politikern keine zugkräftigen Porträts zu haben. Das Flugblatt greift z. B. zu dem längst gestorbenen Bennigsen und zu Hindenburg, der keiner Partei, sondern dem Volk gehört. Ein anderes Flugblatt, das den Titel eines Hintertreppenromans trägt: „D i e I u d e n — Deutschlands V am - p i r e", ist ziemlich das Uebelste, das auf den Straßen Kindern, jungen Leuten und Erwachsenen in die Hand gedrückt wurde Hier einige Probern In England Zur beherrschenden Macht gelangt, haben die Juden unablässig gegen Deutschland gehetzt; König Eduard war ihr Werkzeug . . Sie haben' ihr Ziel erreicht: Deutschland liegt zerschmettert am Boden; 7 2 Milliarden sind während des Weltkrieges aus den Händen der Christen in die 'der Juden übergegangen. Neun Zehntel des beweglichen Kapitals, drei Viertel aller industriellen Unternehmungen sind in ihren Händen. Nur den Grundbesitz haben sie sich noch nicht so zu eigen machen können, wie sie es möchten. Den Vorteil vom Weltkrieg haben e i n z i g u nd a I Le I n b t e Juden! Haben wir darum unsere Söhne und Brüder, unsere Männer und Verlobten hingegeben? Haben wir bctrum vier bange, lange Jahre hindurch gedarbt und gehungert? Wahrlich nicht! Und haben die Inden etwa -die Lasten des Weltkrieges mit uns getragen? Nein! Von Beginn des Krieges an hatten sie die Lebensmittel- Versorgung in -der Hand, sorgten für ihre Küche und für ihren Tisch, ließen die Braten in ihrer Pfanne schmoren, buken Kuchen und strichest sich die Butter fingerdick aus das Brot (derlei hörte man sehr oft von den Haushaltungen aus dem Lande. D. Red.), während wir mit Gemüse clnic Schmalz, mit Kartoffeln und übelriechender Margarine vor-