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Im deutschen Reich · 1918-11-01 · Heft 11 (November 1918) · p. 420

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 11 (November 1918)
Article
Umwälzung und Kriegsende
Date
1918-11-01
Page
420 (sequence 4)
Language
German
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42V FM fecstiföes Reich erhaltung der augenblicklichen militärischen UsbevlegenhÄt; er verlangte vielmehr über die vorige Note hmmrs einen Waffenstillstand, der eine Li ed-era ufn ah m e der Feindseligkeiten durch DeutschlLnd unmöglich machen würde. Mit dürren Worten mrsgedrückt: DeurschLLud ssL sich zuvor wehrlos umchen lassen. Und weshalb solche nngewöhnlicheu Sicherheiten? Nicht ettoa, um dann Deutschland o£? ^dingurkgen aufer Legen M können, di« die von Wrtt und Haß erfüLten Alliierten wünschen, soZrdern (so behauptete Wilson) weil er Ansern bisherigen Machthabern nicht traut. Die Verfassungsänderungen genügen ihm nicht. Er will Bürgschaft, daß sie dauernd bleiben; er will auch auf keinen Fall die Verhandlungen über den Abschluß des Krieges und die folgenden internationalen Verpflichtungen mit den „militärischer? Be^rrscheru und den monarchischen Selbstherrschern", die Deutschland jetzt hat, führen. Andernfalls könnte Deutschland keine Friedensverhamdhrngen verlangen, sondern müsse sich ergeben. * Soweit waren diese Zeilen gefchrke^m, als wir (am 25. Oktober) Redattionsschluß machten. Die nahezu versandfertige Numurer ist aber Aurückgchalten und neu zusammengeftellt worden, weil Ereignifle so grundstürzender und grundlegender Art eintraten, daß sie auf jeden Fall noch registriert werden mußten. Nachdem derCentra! verein unmittelbar vor dsm Eintreffen der obenerwähnten letzten Wlfonnote sine Kundgebung an bk Presse versandt hatte, deren Wortlaut unseren Mitgliedern aus den TagesblLLtern bekannt geworden ist, berief er zum 2. November (da öffentliche Versammlungen verboten waren) eine Mitgliedervevsammlung nach der Berliner Philharmonie. Der Riasensaal war schon lange, vor Beginn dichter gefüllt, als jemals bei einer öffentlichen Verstrmmlung; selbst die Gange waren gedrängt voll, und die Unruhe einer erregten und schicksalsschweren Z^it schwirrte hörbar über der Menge. Die Kundgebung galt in jenen brodelnden und beklemmenden Tagen dem ftsten VekeMiZM §rr Baterlmrv und GLaubensgemeinschaftt Wir geben hier Lieber einem anderen Blatt das Wort. Das ,LsraeliLische Familienölatt" in Hamburg veröffentlichte am 7. Noverrcker unter der Ueberschrift „Eine vaterländische Kundgebung des deutschen Judentums" über die Versammlung ein längeres Stimmungsbild, dem wir folgende Ausführungen entnehmen: „Die Mtgliederversammlsng war zur Volksversammlung geworden. Was der Versammlung ihre Vorhallen Teilnehmern empfundene besondere Bedeutung gab, war die Stunde, in der diese Reden gehalten wurden, und die Stimmung, in der fir ausgenommen wurden. Hingeaeben an den Ernst der Zeit, aber unerschütterlich im starken Vertrauen rms die Zukunft Deutschlands, klang die Versammlung des Centralvereins in ein Treuegelöbnis an das Barettand aus. Mit Ruhe und Würde wurden die Ausführungen der Redner ausgenommen, die von den unvermeidlichen Opfern sprachen, welche der einzelne und der Staat beim bevorstehenden FriedensschLuß werde bringen muffen, und mit jubelndem Beifall die Erklärung, daß Deutschland bereit ist, für dir hrreinbrechLNd« BÄkerdLmMerARZ alles $& opfern, aber nicht

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