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Im deutschen Reich · 1918-03-01 · Heft 3 (März 1918) · p. None

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 3 (März 1918)
Date
1918-03-01
Page
None (sequence 8)
Language
German
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Burgfrieden nicht $tt stören ttub Begeistermrg der Brüder nicht durch sintere Kämpfe Zn schwächen. Hat inan an dir Verrat geübt, so sei du nm so tauet! Die Stunde der Abrechnung mit Unseren inneren Widersachern smüssen wir .aufschieben, und wir werden sie suchen, wenn das' Vaterland wieder frei ist. Und wenn wir dann nicht mehr da sein werden, so werden unsere Söhne, wenn Gottes Gnade ihnen den Tag der Heimkehr gibt,- weiter für unser Recht Kämpfen, dis es errungen! So hat er gedacht, gehofft, gelebt. In diesem Sinne hat er seine Kinder erzogen. Die herrliche'Tochter, der Sonnenschein seines' Lebens, ist in der Blüte ihrer Jahre gestorben. Von seinem Sohne erhoffte er die Fortführung seines .Lebenswerkes. Als der Krieg über unser deutsches Vaterland her ein brach, hat er den hoffnungsvollen Sohnfreudigen Herzens her ge geben und ihm eine Gesinnung mitgegeben, bei der leine militärische Zurücksetzung ihm Opfermut Und Begeisterung dämpfen konnte. Gott hat dem Sohn den Tag der Heimkehr versagt. Draußen am Chemin des Dames ist er den Heldentod gestorben. So schwere Prüfung hat den Vater gebeugt, aber nicht gebrochen, und als die tückische Krankheit ihn auf das Lager warf, haben ihn die Ged ankert und Sorgen an Verband und Verein immer wieder aufrecht gehalten. Wie sein Sohn in der äußersten Front, ist er als Kämpfer für Juden-, tum und Vaterland in den Sielen gestorben. Draußen im männerwehrenden Schützengraben und auf blutgetränktem Brachfeld mag der Wertunterschied der Individuen verblassen. Hier im Lande, hinter der Front gilt noch die Persönlichkeit. Sie überwindet den Staub. Hör Witz' war eine Persönlichkeit. In ihm verbanden sich Deutschtum und unser geistesverwandtes Judentum zum wahren Menschen. Noch trübt die Trauer um ihu den Blick unserer Augen, aber unsere Herzen sind stolz darauf, daß er der Unsere war. lind nun lassen Sie mich ihm noch einmal danken, und der schwergeprüftes geliebten Gattin danken, die den Boden geschaffen hat, aus der er immer neue Lebenskraft zog, um die schwere Pflichtenlast zu tragen,- die er ans sich genommen. Sie hat in herrlicher Entsagung ans den Genuß arbeitsfreier Stunden verzichtet und den Mann der Allgemeinheit geben lassen, worauf sie ein Anrecht gehabt hätte. Meine hochverehrte,- teure Freundin, das wird Ihnen unvergessen bleiben. Ihnen hat Gottes Gnade so unendlich viel gegeben und seine Allmacht so unsäglich viel genommen, die blühende Tochter, den heldenhaften Sohn, den zärtlichen, treuen Lebensgefährten; möge das heranblühende ^Enkelkind der Sonnenstrahl Ihres Lebendsabends sein und! es glücklicher als seine Mutter sein, im übrigen aber ihr gleich. Ihr Sinn ist groß und Ihr HerZ ist stark; der Dan? von Hund er ttansenden wird Ihnen Trost und Erhebung sein. Dem Andenken an Ihren Gatten wollen und sollen wir unseren Schmerz opfern, denn er hat nicht gewollt, daß wir untätig trauern, fottdern tätig unsere Pflicht erfüllen. Du aber, teurer Freund, hast gekämpft von dem Augenblicke,- wo wir dich riefen, bis ZN dem Augenblicke, wo der Allmächtige dich riest ein ganzes Men scheu alter. Sei nochmals hierfür bedankt. Nun trennen sich unsere Mege. Kann dir die Hand nicht reichen. Du teurer Kamerad! Nun,- da der Kampf des Lebens und die Unrast der Endlichkeit vock dir /genommen ist, drücke ich dir im Geiste die Hand züm ewigen Frieden. Mus deinen Leichenstein wollen wir schreiben: Dieser ist ein Mensch gewesen, Und das heißt ein Kämpfer sein.

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