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Im deutschen Reich · 1918-03-01 · Heft 3 (März 1918) · p. None

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 3 (März 1918)
Date
1918-03-01
Page
None (sequence 2)
Language
German
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ist sie für dir, die an ihr f-esthalten, imö wer sie erfaßt, wird' selig gepriesen. *D1T>n -Fallet nicht ab! so erklang in der ge waldigen Macht feiner Rede sein die Herzen ergreifender Mahnruf, lind nicht als ein Bittender, nicht als ein Flehender, sondern gestützt ans unser Recht als Burger, in der stolzen Würde und in der AusrechLheit eines freien Mannes hat er unsere Gleichberechtigung gefordert mib vertreten, stets uns wähnend, uns nicht verdrängen zu lassen von dem Boden dieses teuren Baterlandes, das wir uns erworben, sestzuhalten an ihm trotz aller $räu?uuge-it und Zurücksetzungen in treuer Liebe, und ihm, -wenn es sein muß, Gut und Blick zu opfern, diesem Vaterlande. dem auch er seinen einzigen Sohn, ihm iin Wesen, Begabung :u?D Empfindung so gleich, in blühendster Jugend hat zum Opfer dringen, müssen. So wirkte ^Maximilian Horwitz Jahrzehnte hindurch unter uns. Wir sander! an ihm Trost, -Stütze Und Freude. Ja, auch er war uns ein eits chajim, ein lebendiger Baum, au dem wir uns erfreuten, dem wir vertrauten und dessen weiser Führung wir stets folgten. Wir hingen an ihm, der körperlich und geistig so hervorragend in unserer ersten Reihe uanb, der so in der Pracht 'feiner 'Erscheinung und seines, inneren Wesens uns ein Sinnbild war für den Spruch: daß wir Menschen im Ebenbild Gottes geschaffen sind. Wie wußte er durch feine hinreißende Berebsamkteit unser aller Gemüter 511111 höchsten Aufschwung zn bringen, seine Beredsamkeit, in der sich sein ganzes Innere und der Ernst seiner Ueberzeugnng aussprach' Wie bewunderten wir sein tiefes, verständnisvolles und 'Verständnisscharfes, nie bloß au der Oberfläche haftendes Eindringen in den Kern der Dinge, feine Sachlich-- keck, die nie die eigene Person voranstellte, seinen kernigen Humor, der bewirkte, daß -auch im Kampf der Meinungen bei keinem aus seinem Wort ein Stachel zurückblieb. Wie verehrten wir die wahre Vornehmheit feines Charakters, welche sein Wirken in verklärtester Weise zum Ausdruck gelangen ließ, die Vornehmheit, von der ulles Niedrige aöprallte und die ihn mitten im Kampf die eigene Würde, die Hohe, den wahren Stolz stets bewahren und Hochhalten ließ Und wie treu und standhaft, wie wahrhaftig war er in dem festen Eintreten zur Erreichung seiner Ziele. Ich habe schon an seiner Bahre das Wort aus Anseren Sprüchen ihm nachgerufen N1TTT TN NUILdr ein Manu der Treue, der Standhaftigkeit und Wahrhaftigkeit, er gereicht 5um Segen. Ja, dieser Segen, er wird sich ergießen auf sein Werk, er wird es bewirken, daß alle Zeit sich Männer finden werden, die bereit sein werden, unerschütterlich und fest auf seinen Wegen zu wandeln. Dieser Segen, er wird herabströmen auf seine tiefgebeugte Gattin, die mit ihm in trautester Lebensgemeinschaft gemeinsam das Leben zubrachte, daß auf sie paßt der Spruch: zwei Seelen und ein Gedanke, zwei Herzen, und ein Schlag. Sie hat sein ganzes Wirken mit solcher Anteilnahme und solcher Fürsorge umgeben! Sie wird in der Erinnerung an dem reichen Segen, den er gespendet, doch trotz allem ein köstliches, Unverlierbares Gut behalten, ein Gut, um sich, daran zu erfreuen — sie besaß es poch einmal, was so köstlich ist — und es ihrer und des Entschlafenen Enkelin in vollem Glanze stets wachzuhalten wissen. Er ist dahin, er ist nicht mehr in Unserer Mitte, wir werden ihn leibhaft nicht mehr schauen. Aber wenn er nun ausruht von seiner Arbeit, so folgt ihm mit seinem Werte unsere verehrungstvolle Liebe bis ins Grab. Und können wir nicht mehr mit der lebendigen Kraft der Rede ihn unter uns wirken sehen, sein Geist wirb immer unter uns sein und ewig unter uns weilen: „Mas vergangen, kehrt nicht wieder, aber ging es leuchtend nieder, lenchtecks lange noch zurück." Ja, diese Leuchte seines Geistes, feines Wesens, feines

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