Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1918)
- Article
- Das "Rote Kreuz" und die Juden
- Date
- 1918-02-01
- Page
- 64 (sequence 8)
- Language
- German
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64 Fm Deutschen Neichä tmvz Männer un& Fünglinge de? freiwilligen KrankenpfleW J'rvC'i F-. ll riet" aus unferer hiesigen Genossenschaftder üVoa ir'nV m: vc wiuzelt dasteht, möge mir gestattet [ein, r :: -r E mGum^ jener Verleumdung noch anzufirhrem C; - .-ne nn ni V3 zur Sache. Ein jüdischer Schüler hatte sng so-Vom bri Krllgsausbnrch zur freiwilligen Krankenpflege oennne nur war nach erfolgter Ausbildung in die Etappe 2' v’?' wo Inn. Dort tat er in vollstem Amfan ge, zur vollsten?\ n in :: ,;i sen er Vorgesetzten seine Pflicht. Aber die Tätigten i-VVn'.ge idr nicht ganzer wollte fürs Vaterland dem sllinoe nV 7Vm - dmbie-en, mit der Waffe sein Leben für es eiosegrn. Da.er das ein-ige Kind seiner Mutter istdie zudem kurz vor? er ih.eu Gellen oerloren Halle, wollte sie ihre Einwilligung dazu nicht geben. Diese jedoch brauchte er, da er noch ni-chr 17 Fahre all war. Er aber ruhte nicht, und heute ist er Sendet. Siche, das nach Feigheit aus? Lus diesen und anderen Erfahrungen heraus wird man begreifen, daß ich jene Zahlung nicht ruhig hinuehmen konnte. Fch -oll'r in der auf die Zählung folgenden Sitzung des Gesamtvo-"null.es des ,-Badischen Laudesvereins vom Voten Kreuz"- in lll.rlluuh-L (ich bin Mitglied dieses SesamtdorMndes) gegen V Zählung Protest einlegen und sprach darüber mit dem Dorsitzenden. Aber dleser ergriff ohne mein Zutun bei Beginn jener Sitzung das Wort zu dieser Angelegenheit und sprach vor den Vertretern des ganzen Landes sein tiefes Bedauern darüber aus, daß man, d. h. das Kriegsministerium, von ihm eine solche Zahlung verlangt habe, die ihm selbst und allen Vorstandsmitgliedern völlig unsympathisch sei. Er nahm dabei die Gelegenheit wahr, seine volle Befriedigung über die Tätigkeit seiner jüdischen Mitarbeiter auZAnsprechen und ihnen mir der Versicherung seines vollsten Vertrauens für ihre Tätigkeit zu danken. Bach diesen Worten erübrigte es sich für mich, dem noch etwas hrnzuzufügen. Dagegen sprach ich in der darauf folgenden 'Sitzung des „OrtsausschuffeI vom Voten Kreuz" in Freiburg als Äusschußrmitglied über das Anrecht, das man allen jüdischen Helfern und Helferinnen durch die Zählung zugefugt habe und hatte die Genugtuung, daß alle Herren, vor allem der Vorsitzende selbst, ihre tiefe Mißbilligung dieser Maßnahme des Kriegs» MinisteriumZ aussprachen» Diese Leiden Erfahrungen waren für mich eine gewisse Befriedigung und werden es auch anderen sein, die diese Zeilen lesen. Beweisen sie doch, daß angesehene und erfahrene Männer in hohen Wellungen die Mitarbeit der Juden «gn--