Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1918)
- Article
- Das "Rote Kreuz" und die Juden
- Date
- 1918-02-01
- Page
- 65 (sequence 9)
- Language
- German
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DaZ Rske MrsuZ Mb die Inder?.' 65 erkennen, Naß für sie die Gkaubevsrichtun'g vollständig ausscheidet, indem sie in echter Duldsamkeit den Menschen nicht nach seinem Glauben, sondern nach feinem Tun einschätzen. Möge ihre Zahl immer größer werden. Es ist aber auch nicht verständlich, wie man in der jetzigen schweren Zeit, wo gerade von der Einigkeit, von der Zusammenarbeit des ganzen Volkes dessen Heil, dessen Zukunft abhLngt, diesen Erisapfel in die Menge werfen konnte. Ist denn das große KaiserWort, das er im August 1914 sprach, schon verhallt, daß er keine Parteien kenne, sorrdern nur Deutsche? Bei keinem der anderen Völker, weder bei unssrem- Derbündeten, noch bei unseren Feinden, hat man daran gedacht, die Anhänger eines bestimmten Glaubens zu verdächtigen, zu. reizen. Und grade beim deutschen Volk, dem höchststehenden, mußte so etwas geschehen! Aber einen Vorteil hat dieses unselige Vorgehen schließlich doch gehabt. Es hat bewiesen, Laß die LeuHHsn: Fuden» was für uns natürlich, ist, rein aus dieser Anklage hervorgingen, daß sie — einzelne Ausnahmen kommen natürlich immer vor, bestätigen aber nur die Regel, — wo immer sie standen, ihr Bestes für ihr geliebtes Vaterland hergaben, Besitz, Arbeitskraft und sogar ihr Leben. And ein Zweites spricht vielleicht noch mehr für sie. Trotzdem jeber einzelne durch jene Zähkmg und die darin liegende Verdächtigung sich gekränkt fühlte, hat nicht ein einziger sich schmollend zurückgezogen. Reichlicher sind int Gegenteil ihre Geldzuwendnngen geflossen, mehr noch als vorher haben sie ihre Kräfte dem Vaterland geweiht, tapferer, wenn dies überhaupt möglich war, haben sie im heißen Völkerringen sich dem anstürmenden Feind entgsgengsworfen. Der deutsche Jude liebt sein Vaterland über alles, und ist genau ebenso gut ein Deutscher, wie der deutsche Protestant, der deutsche Katholik. Ach hoffe, daß jene Zählung bald ans beiden Seiten vergessen sein, daß mit dem sicheren Sieg unserer Waffen auch endlich die langersehnte tatsächliche Gleichheit aller Deutschen ohne Ansehen des Bekenntnisses kommen wird, damit nicht das Schillersche Wort zur Wahrheit wird: Eine große Epoche hat das Fahrhundert geboren: .Aber der große Moment findet ein kleines Geschlecht. m