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Im deutschen Reich · 1918-02-01 · Heft 2 (Februar 1918) · p. 61

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 2 (Februar 1918)
Article
Das "Rote Kreuz" und die Juden
Date
1918-02-01
Page
61 (sequence 5)
Language
German
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Das Rote Kreuz und die Jub'eL 61 nur Männer werden, welche deutscher Nationalität sind, sich völliger Unbescholtenheit erfreuen, sich zu vaterländischer Gesinnung bekennen und nach ihren körperlichen, geistigen und sittlichen Eigenschaften für den Dienst in der freiwilligen Krankenpflege durchaus geeignet sind." Die oberste Leitung der „Genossenschaft" selbst (an ihrer 'Spitze steht der inr kais. Hauptquartier weilende Kais. Kommissar und Militärinspekteur der freiwilligen Krankenpflege, zurzeit Fürst zu Solms-Baruth, sowie dessen Stellvertreter in Berlin, Fürst zu Hatzfeld, Herzog von Trachenberg, steht der Parität nicht im! Wege. So verlangt die „Dienstanweisung für die Delegierten der freiw. Krankenpflege" vom Jahre 1914 von dem Dienstpersonal der freiw. Krankenpflege in §’ 62 und 63 nur: Unbescholtenheit, Zuverlässigkeit, Gesundheit, körperliche Rüstigkeit, gute Ausbildung, und vor allem deutsche Staatsangehörigkeit. Im übrigen sollen die betreffenden Vereine und Orden das Personal selbst auswählen. In die innere Verwaltung derselben will die Behörde also nicht eingreifen. Seit der oben erwähnten, sogenannten endgültigen Fassung der Satzungen de? „Genosssufchaft freiwilliger Krankenpfleger" vom Fahre 1892, und von ihr sprechen wir hier vor allemist meines Wissens keine .Aenderung des Wortlautes mehr vorgenommen worden. Nach ihr waren also die Fuden jetzt zur Teilnahme zutzelassen, aber sie waren immerhin vorerst darin nur noch geduldet. Jedoch „Gut Ding will Weile haben". Nachdem einmal der schüchterne Versuch gemacht war, und nachdem man auf beiden Seiten erkannt hatte, daß guter Wille manche Schwierigkeiten zu Überdrücke» imstande ist, mehrten sich vo» Fahr zu Fahr die Anmeldungen. Die jüdischen Mitglieder merkten, daß sie, die ihr Bestes gaben, Anerkennung fanden, und die „Genossenschaft" erkannte, daß der Zuwachs zu ihrem MÄ des Vaterlandes Hei! geschehen war. Aber die Fassung hat sich überlebt und' muß in dies«! Form verschwinden. Ich habe die Absicht, bei der nächsten Delegiertenversammlung, falls ich dann noch im Amte bin, und! daran teilnehmen kann, einen dementsprechenden Antrag einzubringen» und ich hoffe, daß -es mir gelinge» wird, ih» auch zu? Geltung zu bringen. Ich hoffe das um so mehr, als gerade die Erfahrungen des Krieges mich unterstützen werden, die niemand wird leugnen können. Ich habe, allerdings nur für die hiesige „Genossenschaft" die entsprechenden Verhältnisse verfolgt und kan» ruhigen. Gemütes meine Sache.vertreten. Wie an vielen Orten, so besteht auch hier in Fseiburg neben der Aniversitätsgruppe eine sogenannte Stadtabteilung, der Handwerker und .K-aufleute angehören. Kiese letztere wurde

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