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Im deutschen Reich · 1918-02-01 · Heft 2 (Februar 1918) · p. 55

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 2 (Februar 1918)
Article
Die Einheitsfront
Date
1918-02-01
Page
55 (sequence 5)
Language
German
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Die Einheitsfront'. 55 Mischen Interessen finden lassedaß' das Problem nicht schon mit der Wiedereroöerung Palästinas gelöst sei, sondern dann erst beginne. Ans ifen Zeitungen darben unsere Mitglieder und Leser die freundlichen Erklärungen Nessymi Veys und Talaat Paschas gelesen haben, denen chann die Erklärung des stellvertretenden Staatssekretärs des Auswärtigen Amtes, Freiherrn von dem Bussche-Haddenhausen, nachgefolgt ist. Sr hat der Deputation des Zionistischen Aktionskomitees und des Komitees für den Osten folgendes erklärt: „Wir würdigen die auf Entwicklung ihrer Kultur und Eigenart gerichteten Wünsche der jüdischen Minderheit in den Ländern, in denen sie ein stark entwickeltes Eigenleben haben, bringen ihnen volles Verständnis entgegen und sind zu einer wohlwollenden. Unterstützung ihrer diesbezüglichen Bestrebungen bereit. Hinsichtlich der von der Judenheid insbesondere von den Zionisten verfolgten Bestrebungen in Palästina begrüßen wir daber die Erklärungen, die der Großwesrr Talaat Pascha kürzlich abgegeben hat, insbesondere die Llbsicht der Kaiserlich Osmanischen Regierung, .gemäß ihrer den Juden stets bewiesenen freundlichen Haltung die aufblühende jüdische SiedMng in Palästina durch Gewährung von freier Einwanderung und Niederlassung in den Grenzen der Aufnahmefähigkeit des 'Landes von örtlicher Selbstverwaltung entsprechend den Landesgesetzen und von freier Entwicklung ihrer kulturellen Eigenart zu fördern," Hierdurch ist eine glückliche Synthese zwischen deutschen, jüdischen und vaterländischen Interessen herbeigeführt, die wir insbesondere im Interesse des Vaterlandes freudig begrüßen. Den Engländern ist damit der Iudenfang gelegt, der Judenwind aus den Segeln genommen und das Prestige, die allernig-en Beschützer der Iudenheit zu sein, genommen. 3. Friedenskongreß. In seinem Aufsatz ,,Innere Politik" (Der Jude 1916/17, Seite 713) hat Kurt. Blumenfeld zwar gemeint, daß es zwischen der Lebensauffassung des zionistischen und des anderen Lagers eine Verständigung der Matur nach nicht geben könnte, aber die Verbindung beider zur Erreichung bestimmter, allen erwünschter Ziele angeregt. Ich, habe in meinem Artikel „Glaube und Heimat" den grundsätzlichen Gegensatz zwischen der Weltauffassung des Zionismus und der des Centralvereins, „wie ich ihn auffasse", dargelegt und damit den Boden zu schaffen geglaubt, auf dem unter Wahrung der prinzipiellen Gegensätze eine Arbeitsgemeinschaft auf mittlerer Linie geschaffen werden könne. Der Anregung des Dr. Teilhaber folgend, habe ich. mit zionistischen Führern (Dr. Klee, tzantke, Dr. Gideon Jeimann) Fühlung genommen, um über ein Verständigungsprogramm zu beraten. Wir waren-einig darin, baß eine Organisation geschaffen werden müsse, die sich als

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