Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1918)
- Article
- Die Einheitsfront
- Date
- 1918-02-01
- Page
- 54 (sequence 4)
- Language
- German
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54 Zur.DeüLfchÄr UeM schafft Englands -akzeptiert, aber kurz und bündig erklärt, Lau die Juden als solche neutral, und daß die türkischen Juden getreue türkische Staatsbürger bleiben, Kn den Streit der Kationen nicht eintreten wollten., die türkische Herrschaft an« erkennen und Aspirationen aus Schaffung eines IudenstaaL.es in Palästina nicht haben. Sine Reihe von deutschnatiOnalen Juden wollte den Vorstand Dazu bringen, eine Erklärung gegen die Zionisten vom Stapel zu lassen, durch welche wir in aller Form Lern Palästinaprogramm der Zionisten energisch entgegentreten sollen. Der Borstand des Eentralvereins hat 'geglaubt, diesen Scharfmachern entgegentreten und ihre Politik auch vom vaterländischen Standpunkt -aus für einen Fehler erachten zu müssen. Auch unsere Meichsregierung konnte den jüdischen Zionisten entgegenkommen, ohne die Mrkei zu schwächensie konnte und mußte den Engländern den Iudenwind aus den Segeln nehmen und Loch dabei Interessen verfolgen, die Len Mittelmachten in ihrer Balkanpolitik förderlich sind. Das Deutsche Mich durfte den Engländern Las Prestige alleiniger Juden« freundlichkeit nicht lassen. Eine jüdische Palastinakslonisation konnte die Türkei kräftigen, weil sie ihr Menschen und Wirtschaftskräfte schafft, und brauchte ihr keinen politischen Schaden zuzusügen, wenn die jüdischen Kolonisten nur eine kulturelle Autonomie, nicht eine politische Selbständigkeit erhielten, den Gedanken des Iudenstaates aufgeöen und getreue Staatsbürger des osmanischen Meiches bleiben wollen. Das Deutsche Reich tat nach unserer Auffassung gut, die Engländer in ihrem Iudenfang zu stören, wenn es 'im' Einverständnis mit de? Türkei sich zur Förderung des Kolonisationsgedankens bekannte unter der ausdrücklich erklärten Voraussetzung, daß die Zionisten keine StaatZaspirationen haben, und daß die Türkei jeder nationalen Staatsaspiration entgegentreten würde. Eine solche Erklärung erschien uns vom deutsch-vaterländischen Standpunkt zweckmäßig; fehlte sie, so würden nicht bloß nsere Ostjuden, sondern auch die Juden der neutralen Länder lediglich in England und in der Entente die Beschützer der Iudenheit erblickt haben, sie würden den Mittelmächten entfremdet worden sein, und das würde im letzten Grunde der Türkei selbst dann schaden, wenn es ihr gelingt, ihren Besitz ungeschmälert zu erhalten. Die amerikanischen, holländischen usw., und vor allem die im Orient sitzenden Juden würden immer nach England schielen, wenn England } allein als der Hort der Iudenheit gälte, und das würde Zwiespalt, Verwirrung und Schwächung in der Türkei erzeugen. Auch hier war es nicht leicht, unfern Standpunkt durchzusetzen und unsere leitenden Kreise davon zu überzeugen, daß in der Valästinafrage sich unschwer eine Synthese zwischen deutschen, türkischen und