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Im deutschen Reich · 1918-02-01 · Heft 2 (Februar 1918) · p. 53

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 2 (Februar 1918)
Article
Die Einheitsfront
Date
1918-02-01
Page
53 (sequence 3)
Language
German
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Die Einheitsfront. 53 Lines Präsentationskörpers erwachsen, zurzeit beseitigt. Es empfiehlt sich vor allem. Laß Las Vorschlagsrecht der jüdischen NeligionsgemeinsHaft iw Gesetze jetzt .festgelegt wird, damit, wenn die Zukunft uns fernen PräsenratiOnskörper bringt, Las Necht bereits im Gesetze anerkannt ist. An eine Aenderung des neuen Herrenhaus-Organis-Ltionsgesetzes ist in absehbarer Zeit überhaupt nicht zu Lenken, während ein PräsentaLionskörper, wenn auch nicht heute oder morgen, so Loch vielleicht in nicht gar zu ferner Zeit, sei es Lurch Autonomie, sei es Lurch Gesetz, zu erreichen sein dürfte. Inzwischen hat auch Lie Freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums eine eigene Eingabe an das Abgeordnetenhaus gerichtet, in welcher aber sie die Einberufung kraft königlichen Vertrauens als den gangbarsten Weg, die Schaffung eines Präsentationskörpers -als einen ersten und bedeutsamen Schritt zur ZwangsorganisaLion ansiehL, den sie ihrerseits ablehnen müsse. Ich kann diesen Standpunkt nicht als glücklich erachten. Der Präsentationskörper hat, wie das Beispiel der evangelischen Kirche erweist, mit der GesamLorganisation nichts zu Lun. Die Schaffung eines solchen braucht und soll die Freie Vereinigung nicht vergewaltigen. Wird er nicht geschaffen und das Präsentätionsrecht wegen Mangels seines Präsen- Lationskörpers verweigert werden, so wird das die nicht auf dem Boden der Freien Vereinigung stehende Iudenheit geradezu dazu drängen, die Bildung einer GesamLorganisation mit aller Energie zu betreiben. Wird ein PräfenLationskörper dagegen geschaffen werden, so werden die Bestrebungen auf Bildung einer Gesamtorganifation nicht so dringend sein, so daß die Schaffung des Präsentationskörpers die Gesamtorganisation mehr retardieren als beschleunigen, wird. 2. Die PalLstinafrage. Durch einen sehr geschickten Schachzug haben die Engländer zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Sie haben sich! als Protektoren und Befreier des Judentums aufgespielt, das zionistische Heimstätten-Programm durch unentgeltliches Wohlwollen unterstützt und dadurch versucht, die Türkei zu spalten und zu schwächen. England liegt natürlich nichts am Judentum, sondern benutzt es nur als Mittel zum Zweck, um .übSP Palästina seine, die Juden schützende und die Türkei schwächende Hand zu halten. Es kam Daraus an, dLesen SHachzug so zu parieren, daß er, ohne die Türkei zu schädigen, die neutralen und nicht gerade englischen zionistischen Juden aus den Armen der Engländer trieb. Die zionistischen Blätter Deutschlands haben fast durchweg diesen englischen Liebeswerbungen gegenüber eine vom vaterländischen Standpunkt aus nicht zu beanstandende Politik verfolgt. Sie haben die Iudensreund-

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