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Im deutschen Reich · 1917-10-01 · Heft 10 (Oktober 1917) · p. 402

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 10 (Oktober 1917)
Article
Das Judentum und der innere Frieden
Date
1917-10-01
Page
402 (sequence 4)
Language
German
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402 Fm Deutschen Reich/ unscr em K amp f um Gleichberechtigung nt Ht vorr den beiden Mächten, die Goethe die größten M e n s ch e nf e i n d e n ennt, tv on F u r ch L und H o s f - nung leiten, sondern wir fordern die Gleich-- bere H t ig un g, to eü w i r h t ef e Forderung vom jüdis ch e n und vor ..allem, weil wir sie auch vom deutschen SZ-an dp unkte aus als gerecht und daher als notwendig erkannt haben. So wenig man aber die Bedeutung solcher Linzelfragen unterschätzen soll, so verderblich wäre ihre Reverschätzung. Geheimrat Fuchs hat vor dem Kriege einmal geäußert: man kann auch glücklich werden, wenn man bricht Reserve-Offizier ist. In der Tat wäre es philiströs, -solche äußerliche Dinge — so wichtig sie auch sein mögen — als das Entscheidende anzusehen. Worauf es ankommt ist, daß den deutschen Juden, die sich als vollwertige Glieder der deutschen Kulturgemeinschaft, und damit der deutschen Nation Empfinden, die Teilnahme und Mitwirkung am deutschen Geistesleben unverschlossen bleibt. And es ist darum ganz besonders zu begrüßen, Laß in dem Thimmeschen Werke zur Stellung der Juden in Deutschlandder Mann das Wort ergreift, der schon durch seine Persönlichkeit beweist^ wie wertvoll die Teilnahme der Juden am deutschen Geistesleben ist, und wie jüdischer Geist nicht im Gegensatz zum Deutschtum steht, sondern im Gegenteil das Deutschtum befruchtet : Hermann Co hen. Auf den überaus gedankenreichen und wertvollen Aufsatz Cohens über „Deutschtum und Judentum" kann ich an dieser Stelle nur Hinweisen, ebenso! auf den gleichfalls ausgezeichneten Aufsatz, den Lucken in dem Thimmeschen Werke über die Einheit der deutschen Weltanschauung veröffentlicht. Lucken erwähnt in diesem Aufsätze nicht ausdrücklich das Judentum. Aber wenn Lucken von. der Innerlichkeit des Deutschen spricht, wenn er fermer hervorhebt, daß dem -Deutschen das Leben nicht vornehmlich Befolgung eines bloßen Naturtriebes ist, daß es ihm nicht instinktiv verläuft, sondern daß er durch eigene Entscheidung und Tat hindurch feinen Weg erst zu bahnen hat, gilt dies und so manches andere treffliche Wort Luckens nicht gerade auch von uns deutschen Juden? And damit ist zugleich gesagt, was uns deutsche Juden nicht nur mit Len Deutschen anderer Religionsgemeinschaften, sondern was uns deutsche Juden auch unter uns eint, und was wir in unseren inneren Streitigkeiten nicht vergessen und nicht verkennen wollen. Kann man sich verschiedener orientierte Werke denken als des Liberalen Cohen „Deutschtum und Judentum" und als des Nationaljuderr Buber „Geist des Judentums". Unb doch, bei aller Gegensätzlichkeit der Anschauungen, welche. Gemeinsamkeit in dem

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