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Im deutschen Reich · 1917-02-01 · Heft 2 (Februar 1917) · p. 54

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 2 (Februar 1917)
Article
Hauptversammlung des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens
Date
1917-02-01
Page
54 (sequence 6)
Language
German
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Jin Dänischen ^eich,!. Wie schon Ocfaiuu ^ciuorbni, hat bcr i'ehige Kriegsnnnister, Herr von Stein, in Ergänzung de- Erlassen des früheren >tricgsin i niste rs Herrin A'ild von Hohenborn eine erlneiterte Her - fügnng dahin getroffen, dast keineswegs die Behörden, nsw. Gelegenheit ncljmcu sollten, jubelt ans ihren bisher inuegehableu Stellungen zu entforneu, da \i\r solche Maßnahmen um: sachliche Gründe iit Frage toinmeu diirfen. 2. Es ist rviederholt von den höchste!! Behörden die Erklärung abgegeben worden, daß bei Anordnung der Statistik irgendwelche Voreingenommenheit gegen die Juden das Kriegsministerium nicht geleitet hat, dast es im Gegenteil Beweise gegen die bei ihm eingetauseuen Anklagen gegen Inden gewinnen wollte. 3. Der Herr Kriegsminister von Stein hat mit Bestimmtheit erklärt, dast alle begründeten Beschwerden über Sonderbehnndlnng von Inden aufs eingehendste geprüft und dast gegebenenfalls Abhilfe geschaffen ward. 4. Fälle, in denen eine solche Sonderbehandlung auch nach dem Ergänznngserlast des jehigen Kriegsministers stattgefunden hat, von denen übrigens nur wenige bewiesen sind, haben dcnn Herrn Kriegsminister bereits Anlast zn solcher Abhilfe gegeben. o. Der Herr Kriegsaninister hat an den Redner, welcher nach einer an den Kriegsiuiuister gerichteten Eingabe von diesem zu einer Rücksprache enipsangen worden war, ein Schreiben ge^ richtet, in dem es heistt: ,'Jedenfalls habe ich festgestellt, dast das Verhalten der jüdischen Soldaten und Btitbürger während des Krieges t e i n e V e r a n l a s s u n g zn der "Anordnung meiner Herren Vorgänger gegeben hat und bamit nicht in Beziehung gebracht werden kann." Der Kriegsminister hat ausdrücklich erklärt, er sei dankbar für jede Beschlverde über schlechte Behandlung der Juden, sofern diese Beschwerde so begründet und belegt ist, dast inan sie nachprüfen kann. In keinen! Falte wird aus der Statistik hervorgehen können, dast die deutsche Jndenheit ihre Pflicht gegen das Vaterland irgendwie vernachlässigt hat. Die jüdische Jugend hat freudig gelitten und ist gestorben für H.ei!nat und Herd. Sie hat sich ein Anrecht erworben darauf, daß die Grund-- sätze gleicher Behandlung fürderhin zu allgemeiner Geltung kommen. Auch wir in der Heimat haben es an Hingebung für den Dienst des Vaterlandes nicht fehlen lassen, unser Herz gehört unserm Vaterlande, seine Gröste ist unser Stolz und unser Hoffen, und wir bleiben ihm ergeben mit Herz und Hand/ aber auch mit der Hoffnung, dast wir künftig unsere Gleichbe^ rechtigung nicht mehr zu erkämpfen brauchen, sondern dast sie

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