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Im deutschen Reich · 1917-02-01 · Heft 2 (Februar 1917) · p. 53

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 2 (Februar 1917)
Article
Hauptversammlung des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens
Date
1917-02-01
Page
53 (sequence 5)
Language
German
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Hauptversammlung des Ceritralvereins usw. 53 Wo noch Vorurteile gegen die Juden am Werke sind, stehen sie in ausgesprochenem Widerspruche zu dem Willen unserer Heerführer, zmn Willen unseres Obersten Kriegsherrn, des Kaisers uub Königs. (^fiiüo!) 'Was nur tun können, mit die Benachteiligung der Inden um ihres Glaubens willen zu verhindern, das soll «allezeit geschehen, sofern uns die Fälle in beglaubigter Form bekannt gemacht werden. Der Redner gedenkt der Tätigkeit des Verbandes der DeutftlK'.t Juden und des „Centralvereins" für die Gemüts- und Herzensbedürfnisse der jüdischen Soldaten im Felde, der Bersenduug von Bibeln, ('-'»ebel und Erbattnngsbikchern, patriotischen Dichtungen, in die Schützengräben und wendet sich dann den: Hauptpunkte seines Borlrages ztt, denn vielerorterleit Erlast über die Jndenzätzlnug im Heere. In dieser ernsten Feil der schlversten und hojsenllich entscheidenden dämpfe ivollen war Leine Verbitterung in die Massen tragen, uwllen wir nur den einen. Gedanteu liegen und hi ttus lvirlen lassen, dast es gilt, dem Bakerlande zum Eiege zu verhetseu. Wetttt die Was fett rttheu, dann werden roir aus den Gegenstand zurückkommen. Jetzt sei alles vermieden, loas eine Trübttng an irgendeiner Stelle zu bereiten imstande ist. (Bravoruf!) Freilich dürfen wir nicht ver schtveigen, dast loir diese Souderbehandluug der Inden nicht als rechten Eohn für ihre begeisterte Hingebung anfehen lönnen. Der Berband der deutschen Juden im Bunde mit dem Eentralst vereitt deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens hat indes nichts versäumt, um zur Klärung und Besserung beizulragen. Bereits aut 11. November '1016 ist ein zrveiter Erlast des Kriegsmirüsteriums ergangen, der den ersten ergänzt und vor Mistbrauch brivahrt, ein Ertast, der ausdrücklich besagt, dast der Zahlung keinerlei antisemitische Absicht zugrunde liegt und dast nur fach' liebe Gründe für eine veränderte Verwendung der Juden in Frage kommen können. Der derzeitige Kriegsminister, Erz. von Stein, hat nichts verabsäumt, um uns die vollste Ueberzeugung von seiner gerechten (Besinnung, seiner Unparteilichkeil und dein Wohlwollen deit Inden gegenüber zit verschaffen. Wenn luir über unsere Schrille ttnd ihre befriedigenden Erfolge wenig veröffentlicht haben, liegt es wesentlich daran, dast Rücksichten auf die Zensur und an manchen Stellen sogar Eingriffe der Zensur die Veröffentlichungen hinderten. Der vielbesprochenen Angelegenheit, betreffend die Statistik jüdischer Kriegsteilnehmer hat auch der Eentralverein seine besondere Aufmerksamkeit zugeweudet. Bei den Behörden, insbesondere bei dem Kriegsministerium, wurden wiederholt mündlich und schristlich Vorstellungen erhoben. Ueber die einzelnen Maßnahmen eingehend zu berichten, ivird ^erst in späterer Zeit möglich sein. Für jetzt erscheint es angezeigt, aur folgende Punkte aufmerksam zu machen:

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