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Im deutschen Reich · 1917-02-01 · Heft 2 (Februar 1917) · p. 52

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 2 (Februar 1917)
Article
Hauptversammlung des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens
Date
1917-02-01
Page
52 (sequence 4)
Language
German
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Im Deutschem Reich. schütze ltitb segne Eure Majestät uub unsere unvergleichlichen Truppen zu Laude und zu Wasser." Das Telegramm, fand durch herzlichen Beifall ausgcdrückte Zustimmung. Der Vorsitzende gedachte sodann niit Worten eingehender Würdigung der hervorragenden Persönlichleiten, die in den vergangenen Jahren der Eentralverein durch den Tod verloren, hat, insbesondere auch der vielen Tausende, die in Verteidigung von Heimat und Herd ihr Leben opferten. Mit warmer Anerkennung würdigte der Vortragende die Treue für den Burgfriederr innerhalb der jirdischen Parteien. Buch die Zionisten haven il)n gewahrt, wie auch sie den: Vaterlande gegenüber treulich ihre Pflicht in volkem Umfange getan haben. Zinn Schlug erbat der Vorsitzende von der Versammlung Judenniität für bcn Ausfall der Hauptversammlung, die nach der Satzung schon vor 2 Jahren hatte frcittfiubcu sollen und die ruegen der Kriegszeit hinausgezögert nmrde. Die Indemnität tourde erteilt, und herzlicher Beifall, wie er ruehrsach bereits die ''Ausführungen unterbrochen hatte, folgte der Ansprache. G e h. I u st i z r a t Abgeordneter Cassel, vom Vorsitzenden mit einigen von der Versammlung beifällig aufgenomnienen DankcsworLen begrüßt, nahm hierauf das Wort zu seinen! Bericht über ,,Die Inden im Heere". Er gedachte, der vielen Tausende deutscher Jünglinge, die, ihrer Liebe znnr Vaterlande folgend, zu den Fahnen sich drängten, der vielen Tausende, die mit ihrem Blute die Vaterlandstrene besiegelt haben und widmete ein wehmütiges Gedenken allen, die der Schnitter Tod auf dem Felde der Ehre hinweggenräht hat. Redner gedenkt der Anregung zur Eutsendung jüdischer Feld- Prediger und der Verdienste, die sich diese Feldprediger draußen erworben haben, Indern sie, keine Mühe scheuend, und keine Gefahr kennend, Trost und Aufrichtung bringen in, jeden Schützengraben, den Mut aufrichten und das Herz stärken. Ihre Verdienste wurden willig anerkannt durch die Zrrteilrrrrg der Eisernen Kreuze, warm anerkannt aber auch durch das Zeugnis ihrer protestantischen und katholischen Amtsgenossen, u>ie durch die obersten Militärbehörden. Wenn vor dem Kriege den Inden, ohne Rücksicht aus Verdienst und Tüchtigkeit, der Zutritt zum Ofsizierkorps abgeschnitten war, — nur iu Bayern waren, bereits früher jüdische Offiziere, auch Majore, Hauptlente und Rittnieister in der Armee — so hat der Krieg es bewirkt, daß mindestens die Grundsätze der Beförderung für die Juden dieselben sind, wie für die Christen. Wir zählen bereits jetzt 800—850 jüdische Offiziere in der preußischen Armee, 400 in Bayern; nahezu 1500 jüdische Offiziere dienen im deutschen Heere . Eine ganz umfassende und endgültige Feststellung hat sich aber noch nicht ermöglichen lassen.

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