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Im deutschen Reich · 1917-02-01 · Heft 2 (Februar 1917) · p. 51

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 2 (Februar 1917)
Article
Hauptversammlung des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens
Date
1917-02-01
Page
51 (sequence 3)
Language
German
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Hauptversammlung des Ecutralvcrcins asm. Dl auch zur nachdrücklichsten Verteidigung unserer Ehre und Rechte gerüstet dastehen, und das; zu kleinmütigen Befürchtungen kein Grund vorliegt. Einnlütig war inan endlich in der Ueberzeugung, daß eine richtigere Verteilung der Juden in Stadt und Land wie in den mannigfachen Berufen anzustreben, eine Art soziale Umschichtung vorsichtig anzubahnen ist, das; hier aber auch bereits sehr wertvolle Vorarbeit geleistet und manches Anerkennenswerte praktisch erreicht ist. 9 9 9 Die Hauptversammlung -es Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens vereinte am Sonntag, den '4. Februar den Vorstand und die Delegierten des Vereins aus allen Teilen des Reiches im großen Saale des Rheingold zu Berlin. Es war der Generalstab einer stattlichen Defcnsivarmee, der sich hier versammelt hatte, gewillt und entschlossen, die Liebe und Anhänglichkeit der deutschen Judenheit zum gemeinsamen Baterlande tatkräftig zu bekunden, zugleich aber den festen Willen, jede Beeinträchtigung ihres Ansehens und ihrer Rechte mit allen Straften abzuwehren. Saal und Tribünen dicht gedrängt, umfaßten eine glänzende Vereinigung deutschjüdischer .Vaterlandsliebe, Intelligenz und Politischer Einsicht. Justizrat Dr. H o rwi tz eröffncte als Vorsitzender die Versammlung mit einer warmherzigen Begrüßung. Er gedachte des feurigen Eifers, mit den: die jüdische Jugend bei Beginn des Krieges, auch soweit sie noch nicht wehrpflichtig war, zu den Jahnen eilte, er gedachte der vielen tausende deutscher Juden, die irr der Front und irr der; Schützengräben Grrt und Leben cirrsctzten snr die Sicherheit mtb Ehre des tückisch übersallenerr Vaterlandes, nicht nur, rveil es ihnen Pflicht, sondern, rveil es Urnen auch Herzenssache ist, „rveil uns alter; Deutschlands Ruhm, rveil uns allen Deutschlands Größe Lebensbedürfnis ist". Als Ausdruck dieser Gesinnung und Empfindung empfahl der Redner die Absendnng des folgenden Telegramms an Seine Majestät den Deutschen Kaiser: „Eurer Kaiserlichen unb Königlichen Majestät Bringen die zu ihrer Hauptversammlung heute hier aus allen Teilen des derrtschen Reiches vereinigter; Abgeordneten des Ceutralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens ihre Huldigung und das freudige Bekenntnis unverbrüchlicher Treue zu Kaiser unb Reich dar. Wie die derrtschen Juden irr dem unserrrr Vaterlande ausgezwungenen Kampfe irr hingebungsvoller Pflichterfüllung mit allen ihren MUbnrgern geweUeiser! haben, werden sie niemals aushören, für rrrrser geliebtes Vaterland ein* zustehen mit Grrt mtb Blrrt, mit Herz urrd Hand. Gott

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