Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1916)
- Article
- Die deutsche Judenfrage in der Beleuchtung durch Hardens "Zukunft"
- Date
- 1916-07-01
- Page
- 155 (sequence 10)
- Language
- German
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Die deutsche Fudcnsrage in der Beleuchtung usw. 155 feigen Religionsverächter öffnet, aber schließlich ist ja das nicht unsere Sorge. Durch die bequemen Hilfsbegrst; vom „jüdischen Geist" und vom „christlichen Staat" ist cs also den Ausführungen gelungen, auch der großen Menge derer, die deutsch sein wollen und ihren Willen durch die Tat bekräftigen, jedes Recht fortzudisputieren; da fernerhin bewiesen ist, daß die Orthodoxen freiwillig verzichten, und daß die Zionisten logisch sich aller Ansprüche begeben, ist reiner Tisch gemacht. Und der Unterschied zwischen Schmitz und den Weisen vom „Hammer" ist nur ein ganz geringfügiger. Schmitz gibt gegen Abgabe eines Taufscheines den Weg in den „christlich-germanischen" Himniel frei, Fritsch ist folgerichtiger und schlägt die Tür schroff zu. Einem Juden, der sich einer ähnlichen Beweisführung schuldig machte, würde man wahrscheinlich „talmudische Dreherei" vorwerfen. Eine Stelle des Artikels bringt ungefähr folgenden Gedanken zum Ausdruck: Wer seine deutsche Bildung dazu benutzt, um durch Sophismen deutsche Art zu entwerten und zu untergraben, der darf keine Staats- und Militärhoheit ausüben! Durch seinen Artikel dürfte Schmitz sich leider selbst um alle Ansprüche dieser Art schnöde gebracht haben. Wenn nun auch die Ausführungen mit lauter längst bekannten Größen operieren und originell nur insofern sind, als sie stellenweise sich als so unlogisch und verworren erweisen, daß sie selbst im eigenen Lager Aufsehen erregen dürften, so mußten sie doch an dieser Stelle niedriger gehängt werden. Denn es ist ganz besonders verwerflich, in dieser Zeit, welche Einheit des gesamten Vaterlandes und Znsammenfassen aller Kräfte erfordert, eine solche hetze gegen Mitbürger und Mitkämpfer zu veranstalten. Daß Isidor Witkowski-Harden die Angriffe mit Wonne abdruckte, nehmen wir ihm nicht übel; wundern würden wir uns nur, wenn es anders wäre. Aber daß sie überhaupt geschrieben werden konnten, ist von trauriger Bedeutung. Denn viele Hunderte von Juden üben ja jetzt als Offiziere jene Militärhoheit aus, die ihnen angeblich nicht zusteht, viele hunderte erweisen gegenwärtig ihren Mitkämpfern gegenüber den echten deutschen Kameradschaftsgeist, der ihnen angeblich fremd ist. Und wer wollte wagen zu behaupten, daß sie nicht restlos ihre Pflicht erfüllt und sich durchaus bewährt hätten, ob es sich nun um Orthodoxe, nur Zionisten oder um die „anderen" handeltk Und gerade in diesem Augenblick, da die deutsche Gesinnung und die selbstlose Hingabe des deutschen Juden die Probe glänzend besteht, da er an der Seite seiner christlichen Kameraden treu und erfolgreich die Feinde des Vaterlandes niederringen hilft, wird ihm hinterrücks der Dolchstoß versetzt. Bis in den Schützengraben wird das Gift ge»