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Im deutschen Reich · 1916-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1916) · p. 148

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
22 (1916)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1916)
Article
Die deutsche Judenfrage in der Beleuchtung durch Hardens "Zukunft"
Date
1916-07-01
Page
148 (sequence 3)
Language
German
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148 Fm Deutschen Reichs 'Gebilde, wenn es wirklich die Höhe der Gerechtigkeit erreichen will, dafür Sorge tragen muß, daß jeder dazu befähigte Bürger jedes Amt bekleiden kann, ohne zu einer Verletzung der Vorschriften seines Glaubens gezwungen zu sein. Aeber» dies dürste unter den Soldaten und den Offizieren wie unter den Beamten unseres Heeres eine recht große Anzahl von Orthodoxen sein, die da beweisen, daß auch die strengste Beobachtung der Gesetze noch nie einen Juden an der Erfüllung seiner vaterländischen Pflichten gehindert hat. And darauf kommt es doch wohl allein an! Verzicht ans ein Recht ist ein Mangel an Würde, und so werden es sich alle Kreise unserer Orthodoxen sehr verbitten, eines derartigen Mangels an Selbstbewußtsein geziehen zu werden. Etwas schwerer fällt es Schmitz schon, mit den Zio» , nisten fertig zu werden. Zunächst zollt er ihnen, ihrem Charakter und ihrer Tüchtigkeit überschwängliches, uneingeschränktes Lob und aufrichtige Bewunderung. Anter allen Klassen der Juden stehen sie für ihn anr höchsten — einzig und allein die Getauften, die er in den Bund des Deutsch, tums als gleichberechtigt aufnehmen will, genießen natürlich ein noch größeres Ansehen — und er nennt sie sogar die Auslese unter den Juden! Es ist erstaunlich, was mau in den Augen des Herrn Schmitz'für eine einzige Mark Jahresbeitrag werden kann, und wen es nach dieser Anerkennung gelüstet, der weiß den Weg l Der Pferdefuß aber kommt bald zum Vorschein. Denn klar und deutlich zieht er aus dem völkischen Standpunkt der Zionisten die Folgerungen: „Nur sollte man glauben, daß die Zionisten von Deutschland auch nichts anderes als vorläufige Gastfreundschaft verlangten, bis ihr zionistisches Ideal Erfüllung findet. Dem ist aber nicht so. Eine Volksseele wird nicht allein durch die Logik geleitet, und so verlangen denn die meisten Zionisten die Zulassung zu den höchsten Staats¬ und Militärämtern im Reich. Es hat nicht viel Zweck, darüber mit ihnen zu streiten. Daß sie logisch im Anrecht sind, ist kein Zweifel."-) Und so erypfiehlt er, den Zionisten aus Gnade und aus Achtung vor ihrem wertvollen Charakter und Geist, freiwillig die Rechte zu gewähren» deren sonst unter allen Juden nur die Getauften sich rühmen sollen. Seit Jahren beobachten wir die Lobhudeleien, mit denen alldeutsche und sonstige rassenantisemitrsche Kreise die Nationaljuden überschütten, seit Jahren weisen wir immer wieder aus die Gefahr hin, die hinter dieser bedenklichen, unnatürlichen Freundschaft steckt. Hier ist es einmal klipp und klar *) Von mir gesperrt.

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