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Im deutschen Reich · 1915-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1915) · p. 19

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
21 (1915)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1915)
Article
Der Krieg
Date
1915-01-01
Page
19 (sequence 18)
Language
German
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Der Krieg. 19 vergänglichen Ganzen, hat uns gelehrt, diesem zu dienen, damit das Ganze blüht. Ewig und unvergänglich sind und sollen nur sein die Elation und die Glaubensgemeinschaft, in die uns das Geschick gestellt. Halten wir aus, von diesem Gedanken erfüllt, halten wir in Treue fest, das wird für uns die größte Erhebung sein. Das Ganze wird blühen. Wenn wir der Glaubensgemeinschaft treu sind, werden wir am besten dem Vaterlande dienen. Lassen Sie sich durch die Opfer, die wir beiden bringen müssen, nicht Niederdrücke:: v.nb lassen Sie sich erheben durch die herrlichen Worte Rosner's: „Brüder, was da kommt, gilt gleich, Leben oder Sterben, Aber blühen muß das Reich uns unb unsern Erben". Wenn es ein Land gibt, um das es sich lohnt, zu leiden, so ist es unser Vaterland. Deutschland, Deutschland über alles, Ueber alles in der Welt! (Stürmischer, minutenlanger Beifall und Händeklatschen.) Byn&iius Du. Holländer: Die beiden Herren Vorredner haben Ihnen die Grundsätze auseinandergesetzt, nach denen der Vorstand des Centralvereins seit Beginn dieses Krieges arbeiten mußte; sie haben Ihnen gesagt, daß jetzt selbstverständlich zu kleinen und kleinlichen Kämpfen der Anlaß fehlt, daß wir im Innern einig sein und denen, die unsere politischen Gegner gewesen sind, auch unsererseits die Hand entgegenstrecken müssen, um nach anßenhin die Gesamtheit des deutschen Volkes kräftig geschlossen und einig darzustellen. Immer haben wir Juden auf dem Standpunkt gestanden: der Kampf gegen unsere Gegner im Innern ist auch ein Kampf für die Allgemeinheit. Wenn jetzt Deutschland zu den Waffen gerufen ist, mußten wir uns sagen: zuerst das deutsche Vaterland, zuerst dessen Wohl; dann erst unsere Interessen. Sie kommen nicht in zweiter, sie kommen in fünfter und sechster Reihe und vorher D e ück s ch l a n d, Deutschl a n d ü b e r a l l e s l (Bravo!) Wenn wir so vorgingen, mußten wir auch dem Burgfrieden dienen. Wir wollten mehr als einen Burgfrieden; wir wollten etilen Gottesfrieden für die Ewigkeit; wir wollten durch unser Auftreten, durch die ganze Wucht unserer Organisation dafür eintreten, daß alle Bürger unseres Landes erkennen sollten, einen wie treue:: und echten Bestandteil des gesamte:: deutschen Volkes die jüdische ' Bevölkerung bildet. So wollten und wollen wir alles zurückstellen, was da trennt, und narr das eine Ziel im Auge behalten, den endlichen Sieg der großer: Sache, des guten, deutschen, ehrlichen Ramens. (Lebhafter Beifall.)

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