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Im deutschen Reich · 1915-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1915) · p. 16

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
21 (1915)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1915)
Article
Der Krieg
Date
1915-01-01
Page
16 (sequence 15)
Language
German
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u Jnr deutschen Reich. felsenfeste Aeberzeuguug und die nicht verzagende Hoffnungdaß wir vorwärtsschreiten werden. Die Bluttaufe des Schlachtfeldes wird nicht alle Anfeindungen verwischen, aber doch viel nützen. Die Regierung und alle Einsichtigen werden einsichtig genug sein, zu erkennen, daß Deutschland nicht bloß im Kriege, sondern nach dem Kriege erst recht seine ganzeKraft zusammennehmen, daß es sich den Luxus innerer Streitigkeiten nicht wird gestatten dürfen, daß keine Quelle wird versanden dürfen, aus der dem Vaterlande frische Wässer fließen. Denn ich glaube nicht, daß dieser Krieg der letzte sein wird, und daß er die Entspannung bringen wird, die wir früher immer von ihm erwartet haben. Wir werden ein Volk in Waffen sein und bleiben müssen. Gegenüber unserem Aachbar im Osten, gegenüber unserem Vetter jenseits der See werden wir alle unsere Kräfte zusammennehmen müssen. Die verantwortlichen Leiter Deutschlands würden unverantwortlich handeln, wenn sie sich die großen intellektuellen und materiellen Kräfte entgehen lassen würden, die in der Iudenschaft schlummern, wenn sie die Juden nicht an die Stelle setzen würden, auf die sie hingehören und wo sie dem Vaterlande die besten Dienste leisten können. Jeder an seiner Stelle. Nicht jeder kann alles, der eine ist körperlich, der andere geistig geschult; es ist Sache der Behörde, daß jeder an den Punkt gestellt wird, wo er dem Vaterlande am besten nützen kann. Wir haben es zu unserer großen Betrübnis erfahren und bitter für die Erfahrung zahlen müssen, daß unsere Diplomatie nicht immer auf der Höhe gewesen ist, daß sie es nicht verstanden hat, die öffentliche Meinung der Mitwelt aufzuklären, daß sie der Presse des Auslandes und der öffentlichen Meinung der Welt nicht die genügende Berücksichtigung hat zuteil werden lassen. Ich glaube, unsere leitenden Kreise werden vor die Frage gestellt sein, ob im diplomatischen, internationalen Verkehr nicht der gewandte Journalist, der intelligente Kaufmann, der hervorragende Anwalt, ein ebenso geeignetes Material für die Vertretung der Nation bildet, als der Junker, der bloße Soldat, Reserveoffizier und Korpsstudent. Was in der Bearbeitung der öffentlichen Meinung gefehlt und gesündigt ist, hat uns zwar im letzten Grunde der Dinge nicht vernichtet, aber uns doch bitter geschädigt. In diesen Dingen wird und muß es anders werden. Noch eine zweite Erfahrung kommt hinzu: Siegreiche Kriege mögen den chauvinistischen, völkischen Geist stärken, Teutonenun'd Autochthonentum üppig ins Kraut schießen lassen. Wer überhaupt aus der Geschichte etwas lernen und sich belehren lassen will, wird aus diesem Kriege es lernen, daß nicht die Rassen, nicht die Völker, nicht die Konfessionen es sind, die die Menschen spalten und einensondern einzig und allein

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