Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1915)
- Article
- Der Krieg
- Date
- 1915-01-01
- Page
- 9 (sequence 8)
- Language
- German
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Der Arrsz . 9 O este rrei chis He s Neit erlied. „Drüben am Wiesenrand Hocken zwei Dohlen — Fall' ich am Donaustrand? Sterb' ich in Polen? Was liegt daran? Eh' sie meine Seele holen, Kämpf' ich als Reitersmann. Drüben am Ackerrain Schreien zwei Naben — Werd' ich der erste sein, Den sie begraben? Was ist dabei? Viel Hunderttausend traben In Oest'reichs Reiterei. Drüben im Abendrot Fliegen zwei Krähen — Wann kommt der Schnitter Tod, Um uns zu mähen? Ls ist nicht schab'! Seh' ich nur unsere Fahnen wehen Auf Belgrad! Aus „Im Schützengraben". „Sinkt der Hauptmann auf das Feld, Wird der Leutnant leiten, Fällt im Kampf ein deutscher Held — Wird ein and'rer streiten. Was ist Leben, was ist Tod? Worte ohne Schwere, Ist das deutsche Land bedroht And die deutsche Ehre! Brüder, hört die Melodie In den Lüften brausen. Brüder von der Kompagnie, Tausend Kugeln sausen. Brüder: Was da kommt, gilt gleich — Leben oder sterben! Aber blühen muß das Reich Ans — und unfern Erben!" Das ist die läuternde und erhebende Kraft des Krieges, daß. ihm alles Kleine und Vergängliche klein und nur das Große und Ewige -groß erscheint.