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Im deutschen Reich · 1915-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1915) · p. 4

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
21 (1915)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1915)
Article
Der Krieg
Date
1915-01-01
Page
4 (sequence 3)
Language
German
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4 Fm deutschen Reich, kämpfen einig alle zusammen ohne jeden Unterschied HMMUttzdes, ohne Unterschied des Glaubens. (Bravo!) MHßgTatzfache, dies Schauspiel) das eine Welt von FeindeKperLMn machte, bietet uns die Gewähr, daß, wenn einst dep Krieg.^M Ende sein, wenn die Zeit des Friedens, der friedlichsngÄrbML und Betätigung, wieder gekehrt sein wird, diese EiniZDeiLAazu beigetragen haben wird, an den maßgebenden Stelle^ >daK.H^- wußtsein, wie sie es geweckt hat, zu stärken, daß EinigkM^Deckir ein Volk groß machen kann, Einigkeit, die alle umMßtxwWe jeden Unterschied. Wir aber, wir Deutsche jüdischenWiMbeus, die wir früher nicht in gleichem Maße, wie wir esIwHl verdienten, uns die Stellung eingeräumt gesehen ihabLn^Mir können nur eines sagen: bei Beginn des FeldzugpK-hKk^die Leitung des Verbandes der deutschen Juden und demPvMWb des Eentralvereins uns aufgerufen, weit über unsere.<WLzch,t hinaus uns zu betätigen als die besten Deutsche^MHd. Mir haben es anerkannt gesehen, daß uns an Hingchbea an.chas Vaterland niemand im Deutschen Reiche übertreKu-ckoMte. Das bietet uns die Gewähr, daß diese Anerkennung nichtverscheucht werden kann wie die Spreu im Winde, sondern daß in friedlicher Zeit man sich bewußt bleiben wird, was man an den treuen deutschen, jüdischen Staatsbürgern besitzt. And deshalb können wir hoffen, daß das Land, das Gerechtigkeit üben wird gegen alle, blühen und gedeihen wird. Fassen wir unsere Wünsche für unser Heimatland zusammen in den Worten unseres großen Vaterlandsliedes: Einigkeit und Recht und Freiheit Sind des Glückes Unterpfand; 'Müh' im Zeichen dieses Glückes, Blühe deutsches Vaterland! (Stürmischer Beifall.) Geh. Juftizuat Dir. Fuchs: Seit dem Tage, da unser Kaiser das Volk zu den Waffen rief, hat unser Geistesleben eine Amwandlung erfahren. Unsere Seelen sind aus den Strieg gestimmt, ihm gilt unser Denken und Fühlen. Wir lesen kaum mehr als Kriegsbotschasten, wir sprechen nur über ihn, nichts kann unsere Aufmerksamkeit dauernd fesseln als der Krieg. Rur von ihm will ich zu Ihnen reden, denn ich weiß, daß, xoznn ich auch mit Engelszungen von anderem redete, ich Ihre Aufmerksamkeit nicht würde fesseln können. Ich will weder über die Ursachen des Krieges reden, noch. Zukunstsprognosen ansrellen, sondern nur davon, welche Empfindungen er in uns auslöst, nur davon, was er uns lehrt, welche Nutzanwendung wir aus ihm ziehen sollen. Die Eedankenreihen und Perspektiven, die er eröffnet, sind unermeßlich; hat doch eine Umwertung aller Werte stattgefundeu.

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