Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 20 (1914)
- Issue
- Heft 4 (April 1914)
- Article
- Der Semigotha
- Date
- 1914-04-01
- Page
- 152 (sequence 8)
- Language
- German
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152 Im deutschen Reich. Schotten. Fuß und mar — Meer, weil der Vorfahr trockenen Fußes durch das Rote Meer gegangen. Den Namen Zwiklitz, bzr von einem Dorfe Cwiklitz im Kreise Pleß herrührt, leitet der findige Semigotha (S. 966) von dem hebräischen zwi — Hirsch her. In Verbindung mit den Hebräern steht ihm die an der Westküste Schottlands gelegene Inselgruppe der Hebriden. lieber die Schotten weiß der rassenkundige Semigotha auch an anderer Stelle Interessantes zu berichten, und zwar — man möchte wieder an einen schlechten Scherz denken! — im Zusammenhang mit den Makkabäern (S. 123). Von dem vielen linsinn, den der Semigotha bei dieser Gelegenheit verzapft, sei nur einiges hervorgehoben. In der Fußnote 2 aus Seite 123 wird uns erzählt: „Judas Makkabis Heldenfamilie und Königsdynastie, die 167 v. Chr. Juda von den Syrern befreite und bis 37 n. Chr. herrschte; das Aufflammen arischer Tapferkeit, gepaart mit echt jüdischem Geiste in den Makkabäern, beglaubigt die Annahme des keltischen (arischen) Kernes in ihnen... Charakterzüge, wie sprachliche Gleichungen, z. B. eben der Name Makkabäer — Mae Gabi, legen solche Vermutungen nahest Die Makkabäer sind demnach ihrem Perlte n a ch Arier, und zwar Kelten, oder, genauer gesagt Schotten, weil ihre Tapferkeit selbstredend nur arisch sein kann und weil die Anfangssilbe ihres Namens Mak an die vielen schottischen Namen mit der Vorsilbe Mac, Macdonald, Macbeth n. -a., erinnert. Ich möchte den guten Semigotha noch aus weitere sprachliche Ähnlichkeiten, wie Schotte mit dem hebräischen Schante, aufmerksam machen und in diesem Sinne dem Verfasser der erwähnten Fußnote auch schottische Abstammung zubilligen. Um seine ethnologischen Kenntnisse zu mehren, möchte ich ihn noch auf andere ähnliche Kuriosa aufmerksam machen und ihm zeigen, wie man nicht nur aus Vorsilben, sondern auch ans Endsilben überraschende und ebenso zutreffende Folgerungen ziehen kann. So ist es leicht, zu -erweisen, daß die Polen aus Norwegen 'stammen. In einem strengen Winter, als die Ostsee zugefroren war, sind sie alle nach ihren späteren Wohnsitzen auf Schneeschuhen herübergekommen. Daher enden die meisten polnischen Namen auf Ski. Im übrigen stellt der Semigotha seine Behauptung in der Fußnote, wonach die Makkabäer keltischen Ursprungs wären, oben im Text selbst wieder auf den Kopf, indem er dort ausführt, daß ein starker Schub Hebräer, und darunter die Makkabäer, von Vespasian im Jahre 66 n. Ehr. auf die schottischen Inseln verpflanzt worden seien, wovon die Inseln (die, nebenbei gesagt, schon im Altertum die HLbuden geheißen haben) den Namen Hebriden und die eine Insel den Namen Lewis, natürlich nach dem biblischen Lewi, erhalten