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Im deutschen Reich · 1914-03-01 · Heft 3 (März 1914) · p. 125

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 3 (März 1914)
Article
Landesverband für die Provinz Hessen-Nassau und das Großherzogtum Hessen
Date
1914-03-01
Page
125 (sequence 3)
Language
German
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Landesverband Hessen-Nassau und Großherzogtum Hessen. 125 bezeichnet der Referent als Erfordernis eine Steigerung des Selbstbewußtseius und der Tatkraft der Juden, die in denr Anwachsen des Centralvereins ihren Ausdruck finden müsse und finde. Dem gedankenreichen Vortrag folgte stürmischer Beifall. Nach einem weiteren Vorträge des Syndikus Herrn Rechtsanwalt vr. Ludwig Holländer, „Vertrauliche Mitteilungen aus der Vereinstätigkeit", setzte eine äußerst angeregte Diskussion ein, an der sich außer dem Referenten u. a. die Herren: Rechtsanwalt Or. Dörnberg, Eschwege, Bankier Ballin, Cassel, Direktor Glauberg, Frankfurt a. M„ Dr. Blumenfeld, Cassel und Lehrer Katz, Witzenhausen, beteiligten. Sie behandelte vorzugsweise die Frage des Grundstückshanvels, die Beteiligung an politischen Wahlen, die jüdische Jugendbewegung, deren tatkräftige Ilnterstützung seitens des Vorsitzenden als oringend wünschenswert bezeichnet wurde, die Unterstützung jüdischer Handwerker und Gewerbetreibender, die unsere besondere Sympathie verdienen, und die Berufswahl der jüdischen Jugend. Zum 4. Punkt der Tagesordnung „Organisationsfragen", schlug ein Antrag eines Wetzlarer Vorstandsmckgl.edes vor, die Landesoerbandsversammlung zukünftig stets in Frankfurt abzuhalten. Der Antrag wurde in Abwesenheit des Antragstellers einstimmig abgelehnt im Hinblick daraus, daß bei der heutigen Ausdehnung des Verbands ein Wechsel der LandLsverbandsversammlungsorte ein Bedürfnis sei. Als Vorort wurde sodann Frankfurt, als Vorsitzender Br. med. Max Mainzer, Frankfurt a. M., und als weitere Vorstandsmitglieder die Herren: Br. med. Felix Vlnmenfeld, Cassel, Hermann Vlumenthal, Cassel, Rechtsanwalt Br. Rudolf Geiger, Frankfurt am Main, Br. jur. S. Guggenheim, Osfenöach, Sally Haas, Marburg, Hermann Hammerscylag, Gießen, Rechtsanwalt Or. Josef Katzenstein, Cassel, Br. jur. S. Katzenstein, Frankfurt a. M., Kommerzienrat Julius Landau, Bingen, Meier Rosenthal, Wetzlar, Rabbiner Prof. vr. Salfeld, Mainz, Rechtsanwalt Br. Josef Strauß, Darmstadt, wieder- und Herr Rechtsanwalt Dr. Dörnberg, Eschwege, neugewählt und zugleich dem Vorstand anheimgegeöen, ein weiteres Mitglied aus dem Vorstand der Ortsgruppe Wiesbaden zu kooptieren. Die Landesverbandsversammlung hinterließ bei allen Teilnehmern einen sehr befriedigenden Eindruck und ergab ein umfassendes Bild von der vielseitigen Tätigkeit des Centralvereins auf dem steinigen Boden der Provinz Hessen-Nassau und des Großherzogtums Hessen. * Im Anschluß, an die Landesverbandstagung fanden in der Zeit vom 11. Januar bis 1. Februar eine größere Anzahl Versammlungen statt, über die zum Teil bereits in der Februarnummer unserer Monatsschrift berichtet ist. Außer den dort erwähnten Versammlungen in Homburg, wo nach Beitritt von 23 neuen Mitgliedern zur Gründung einer Ortsgruppe mit einem aus den Herren Stadtrat Julius Braunschweig, Sanitätsrat vr. Kurt Pariser, Benno Schiff und Rechtsanwalt Or. Alfred Wertheimer bestehenden Vorstand geschritten werden konnte, in T r e h s a , wo der bereits vorhandenen Ortsgruppe eine Anzahl neuer Mitglieder gewonnen wurde, und in Selters, wo der Ortsgruppe Westerwald-Sieg eine bedeutende Anzahl neuer Mitglieder beitrat, fanden Versammlungen statt in Cassel am 1t. Januar, in Darmst a d t am 13. Januar, in A l s f e l d,

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