Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. 22

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 1 (Januar 1914)
Article
Der Kampf gegen Talmud und Schulchan Aruch
Date
1914-01-01
Page
22 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2316602-2316841-2316842-2347952--24145-2348022
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

22 Im deutschen Neich. erlegt, hat er sie zu zahlen, denn die Hinterziehung wäre ein Diebstahl, eine Entweihung des göttlichen Namens. Nur gegen Maub und Erpressung sollen wir uns wehren. And nun das schlimmste. „Im Schulchan Aruch lesen wir das Wort „Akum" mit den gehässigen Gesetzen. Damit können doch nicht mehr die Heiden, gemeint sein. Es gab ja im Lande des Iojef Earo keine wilden Heiden mehr." Darauf muß die Antwort lauten: Im Schulchan Aruch ist gleich wie im Talmud erst von der Zensur das Wort „Akum" allgemein eingesührt und dadurch Verwirrung hervorgerufen worden. Auch im Schulchan Aruch muß derselbe Anterschied gemacht werden wie im Talmud, zwischen Nichtjuden, die der jüdischen Bevölkerung in jeder Hinsicht gleichwertig sind, und wildew Heiden, gegen die wir uns wehren müssen. Der Schulchan Aruch hat dieses Kampfgesetz gegen die wilden Heiden übernommen, wie er so manches aus dem Talmud übernommenhat, was zu seinen Zeiten keine Geltung mehr hatte. Die Sittenlehre des Schulchan Aruch erkennt in der Heiligung des göttlichen Namens die höchste Pflicht, und diese gebietet — Liebe gegen jedermann. Die Ethik im Talmud und Schulchan Aruch steht rein da, wenn wir diese Werke nur richtig beurteilen und das in ihnen ewig Gültige beachten. Sie steht rein da, denn sie ist aus der Bibel heraus geboren. Die hervorragendsten Kenner des rabbinischen Schrifttums haben in einwandfreier Weise dargetan, wie falsch die Verdächtigungen sind, die gegen die sittlichen Anschauungen der jüdischen Lehre erhoben werden. Man braucht nur unsere Aeligionsbücher, die in den Schulen eingeführt sind, auszuschlagen; da kann man lesen, was wir lehren: Alles Gute und Edle. Aus der großen Reih-e der Gelehrten, die mit tiefem Wissen ausgestattet die Verleumdungen gegen die rabbinische Ethik mit aller Schärfe zurückgewiesen haben, seien aus letzter Zeit nur Hoffmann, der jüdische Theologe, und Travers Herford, der christliche Theologe, genannt. Aber alle Beweise und Erklärungen nützen nicht für unsere unbelehrbaren Gegner. Denn wer belehrt sein will, hätte schon längst belehrt sein können; und wer nicht belehrt sein will, für den spricht selbst Gott vergebens. Wir müssen aber weiter arbeiten und aufklärend wirken, das verlangt die Ehre unserer Lehre. Daher hat der Centralverein ein großes Verdienst sich dadurch erworben, daß er nicht ruht und nicht rastet, um die gegen den Talmud und den Schulchan Aruch erhobenen Verleumdungen in würdiger und energischer Weise zu widerlegen. War leben in einer ernsten Zeit nach innen und nach außen. Wir müssen zusammenstehen und sagen: Wir wollen Talmudjuden in des Wortes wahrster Bedeutung sein, dann sind wir sittliche Menschen. Wir wollen unser heiliges Schrifttum verteidigen und der Welt zeigen, welche Ewigkeitswerte es in sich birgt. Wir lesen in jüngster Zeit, daß Juden behaupten, das

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.