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Im deutschen Reich · 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. 23

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 1 (Januar 1914)
Article
Der Kampf gegen Talmud und Schulchan Aruch
Date
1914-01-01
Page
23 (sequence 9)
Language
German
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Die Begründung des Provinzialverbandes Westpreußen.. 23 Judentum unserer Väter ist Lot, und wir müssen das Judentum zeitgemäß anderem Wesen nachgestalten. Das Judentum ist nicht tot. Das Judentum als Reägion lebte, lebt und wird leben. Wir wollen das, wofür unsere Väter gelebt haben und gestorben sind, die Religion Israels, erhalten und den Rachkommen überliefern. Jude sein, heißt Mensch sein, Judentum ist Menschentum." Die Begründung des Provinzialverbandes Westpreußen. Am 2. November d. I. versammelten sich die Vertrauensmänner von 23 westpreußischen Gemeinden mit über 69 Vertretern im Hotel Reichshof zu Danzig zur Vornahme der seit langem vorbereiteten Neugründung. Herr Rechtsanwalt I)r. Br odnitz-Danzig begrüßte die Erschienenen, insbesondere die Herren Rabbiner Dr. Werner aus München als den Redner des Abends und Assessor Dr. R ahmer - Berlin, der im Aufträge des Centralvorstandes nach Danzig gekommen war. Der Vorsitzende gab der Hoffnung Ausdruck, daß es der Versammlung gelingen möge, zur Konstituierung des neuen Provinzialverbandes zu schreiten, dessen Schaffung von der Berliner Zentrale schon seit langem für erforderlich erachtet wurde. Nachdem Herr Rabbiner Dr. ^Berner die Vertreter gebeten hatte, bei dieser Gründung mit allen Kräften rnitzuarbeiten, setzte Herr Dr. Rahmer auseinander, weswegen man den größten Wert auf die Vereinigung der Einzelmitglieder zu Ortsgruppen und in Provinziawerdände legen müsse. Während sonst in ganz Preußen solche Verbände bereits eine segensreiche Tätigkeit im Dienste der Sache entfaltet hätten, fehle in Westpreußen eine festere Organisation um so mehr, als auch die Mitgliederzahl in dieser Provinz noch sehr zu wünschen übrig lasse. Zwar sei es gerade in dem letzten Jahr durch eine Reihe von Vorträgen erheblich besser geworden, doch noch immer weise die Mitgliederzahl in kleineren und größeren Gemeinden erhebliche Lücken auf. Eine umfassende Propaganda unserer Idee müsse als Hauptaufgabe jedes neuen Verbandes bezeichnet werden. Die Zentrale könne nur dann praktisch weiter arbeiten, wenn sie sich auf feste örtliche Organisationen stützen und von diesen die erforderlichen Vorarbeiten fertigen lassen könne. Es habe sich insbesondere in der letzten Zeit bei Veranstaltung von Ermittelungen in politischen und wirtschaftlichen Fragen herausgestellt, daß diese überall, wo Verbände bereits bestehen, zur Zufriedenheit und fast lückenlos durchgeführt worden seien, während aus Provinzen, die noch unorgani-

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