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Im deutschen Reich · 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. 19

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 1 (Januar 1914)
Article
Der Kampf gegen Talmud und Schulchan Aruch
Date
1914-01-01
Page
19 (sequence 5)
Language
German
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Der Kampf gegen Talmud und Schukchan Aruch. 19 SiLtengebote befolgte, war nach der Anschauung des Talmud vollständig den besten und frömmsten Juden gleichberechtigt. Im jüdischen Staate hätte daher der Christ dieselbe Gleichberechtigung wie der Jude gehabt. Ja, der Talmud geht noch weiter: Das Höchste, was eine Religion in Aussicht stellen kann, ist die ewige Seligkeit. Der Talmud lehrt, daß die Nichtjuden, welche die sieben noachidischen Gesetze halten, auch wenn sie sich Gott in anderer Weise vorstellen und verehren als die Juden, ebensosehr des Jenseits teilhaftig werden wie die Frömmsten der Juden. Das ist keine Toleranz, das ist Gleichberechtigung. Rur gegen die wilden Heiden, die Mord und Diebstahl als erlaubt betrachteten, waren einige harte Gesetze gerichtet, die in der Kampfeszeit entstanden sind und als Kampsgesetze gegen die Völker gerichtet waren, die unsere Feinde auf Leben und Tod waren. Die Gesetze waren nur zur Abwehr geschaffen. Z. B-.: Was ein Herde verliert, der selbst Verbrechen für erlaubt hält, braucht man nicht zurückzugeben. Diese, nach unseren Begriffen höchst bedenkliche, oft zitierte talmudische Bestimmung verliert indessen zum Teil ihr Bedenkliches, wenn wir uns vergegenwärtigen, daß dieses unbillige Gesetz aus Gegenseitigkeit beruhte. Auch im modernen Staate beruhen viele Gesetze aus Gegenseitigkeit, beispielsweise die Auslieferung von Verbrechern. Auch die Heiden haben kraft ihres Gesetzes den Juden das Gefundene nicht zurückgegeben und . kannten gar nicht den Begriff der Fundunterschlagung. Trotzdem ist es im Sinne und im Geiste des Talmuds, das Verlorene auch den wilden Heiden zurückzugeben, „um den Namen Gottes zu heiligen": Du sollst besser sein, als der Buchstabe des Gesetzes dir gestattet. Auch wenn der Heide dein Verlorenes nicht zurückerstattet, du sollst es tun und „den Namen Gottes heiligen". Die vor Lügen nicht zurückschreckenden Feinde sagen, unter Heiden seien Christen verstanden: das seien die Akum. Das Wort Akum stand ursprünglich gar nicht im Talmud, ist ein Produkt der willkürlich verfahrenden Zensur und bedeutet „Diener von Stern- und Götzenbildern". Die Zensur hat die Andersgläubigen ohne Unterschied mit dem Worte „Akum" bezeichnet und dadurch eine heillose Verwirrung angerichtet. Das ist eine bekannte Tatsache, die nur der krasseste Ignorant leugnen kann. Man wagt es, Akum, „die Sternanbeter", den „Anbetern von Christus und Maria" gleichzusetzen. Das ist eine empörende Fälschung.; y :•«• Einige andere Fälschungen wollen wir noch hervorheben. Da heißt es im Talmud: „Den Besten der Heiden erschlage im Kriege." Rabbi Simon ben Iochai hat den Ausspruch zur Zeit der Römerkampfe getan, als Hadrian mit aller Gewalt und Grausamkeit den Untergang des jüdischen Volkes herbeizusühren suchte. Wer im Kriege den Feind nicht unschädlich macht, begeht auch bei uns einen

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