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Im deutschen Reich · 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. 13

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 1 (Januar 1914)
Article
[Ohne Titel]
Date
1914-01-01
Page
13 (sequence 8)
Language
German
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Anrschau, 13 über, daß in den Versammlungen der „Konfessionslosen" „s e lb stv e r st än d li ch e in e g an ze An z ah l v o n I u d en" anwesend gewesen seien und erwähnt eine Aeußerung des Organs des „Bundes der Konfessionslosen" über die von der „Nowoja Wremja" befürwortete Einführung eines Schacht- Verbotes als einen Beweis dafür, daß der „Weg" dabei vergessen habe den sorgfältig verhüllten Pferdefuß zu verbergen. Ein frommes Blatt, wie dies der „Reichsbote" sein will, sollte lieber Stellung dagegen nehmen, daß der „Bund" das „Alte und das Neue Testament wissenschaftlich nur als Kulturdokumente einer auf primitivster geistiger Stufe befindlichen Menschheit bewertet". „Hier ist Rhodus, hier springe!" — aber die das „Alte Testament" verunglimpfenden Antisemiten werden von dem „Reichsboten" als politische Gesinnungsgenossen derart behandelt, daß dabei der „antisemitische Pferdefuß" des frommen Blattes oft ganz unverhüllt erscheint. Die Antisemiten, gleichviel ob strenggläubige Christen oder heidnische Wodansverehrer, ob Deutsche oder Ausländer, finden sich immer in den Vorurteilen gegen Juden und Judentum brüderlich zusammen. Daß auch von jüdischer Seite der Kampf der Meinungen leider vielfach immer noch ohne Sinn für Gerechtigkeit und Wahrheit ausgefochten wird, lehrt uns jetzt ständig die Lektüre des deutschen zionistischen Parteiblattes, der „Jüdischen Rundschau". Wir müßten die Geduld unserer Leser allzusehr in Anspruch nehmen, wollten wir die Entstellungen, welche über unfern Verein fast in jeder Nummer der Zeitung verbreitet werden, widerlegen. Wir wissen zu unserer Freude auch, daß ein großer Teil organisierter Zionisten sich immer mehr von diesem Treiben abwendet und mit Abscheu jene Blüten niedrigster Journalistik von sich und der zionistischen Bewegung wegweist. Wer gerecht ist, wird den Zionismus auch für diese Auswüchse in keiner Weise verantwortlich machen, um so weniger, als man immer mehr in zionistischen Kreisen einsieht, daß der vom Centralverein in der Resolution gemachte Anterschied vollkommen berechtigt ist. Die von einigen zionistischen Fanatikern gewünschte Entfremdung von unfern deutschen Volksgenossen, hat in einem jüngst erschienenen Buche ein in Westfalen lebender junger Herr, angeblich ein Referendar, in folgende Forderung gekleidet: „Freie Juden können wir nicht sein, solange wir in einem fremden Knlturkreis stehen. And unsere Entfremdung von dem uns umgebenden Volk,

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