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Im deutschen Reich · 1913-12-01 · Heft 12 (Dezember 1913) · p. 532

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
19 (1913)
Issue
Heft 12 (Dezember 1913)
Article
Der Beilitz-Prozeß
Date
1913-12-01
Page
532 (sequence 4)
Language
German
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532 Fm deutschen Neich> Tscheberjak und ihre Kameraden stützt sich auf Gründe alte - schwerster Art und wurde im Laufe der Verhandlunc immer starker entfacht. Die nächste Nachbarin hatte am Tc , des Mordes in ihrem Laden im Erdgeschoß Lärm und lau- - Wehegeschrei eines Kindes von oben aus der Wohnung - 7 Tscheberjak gehört^). In der Tasche des Ermordeten wn ein Leinwandlappen gefunden, der unbestritten von den Kisst , bezüg-en der Tscheberjak abgerissen war^-). Auf verschied.- 7 andere Zeugenaussagen wollen wir nicht eingehen, da wir : nicht nachprüfen können. Dafür verdient aber ein seltsames Be . kommnis, ein unbestrittenes Faktum, die stärkste Beachtu. . IuschLschinski war am 12. März vormittags etwa um 10 1; .• ermordet worden. Unmittelbar daraus reisten die drei Spü - gesellen nach Moskau und verübten dort am gleichen Tc Mos'a^ in abends 10 Ahr einen Einbruch, den sie nicht vorbereitet hatue '0 ‘öu’ und der ihnen mißlang, und stellten sich dann selber der Poliz 7 Sie wollten sich mit dem Einbruch und der Selbstanzeige eie Alibi schaffen und den Verdacht von sich abwenden. Einer v,ee ihnen hat das selbst vor Gericht zugegeben^). ^2; Gesrändnis. Aber noch mehr. Der Bruder der Tscheberjak, Sine . ^aaiews.s ^,en Mord selber zugestanden. Er hat im Anw - suchungsgefängnis, wo er wegen Diebstahlsverdacht saß, eiiu r: Anarchisten, Karajew, erzählt, er habe den Iuschtschinski gemei: sam mit zwei anderen Verbrechern ans dem Kreise feie:: Schwester ermordet. Als er am 25. Oktober aus dem Zuchthaus, wo er wegen Diebstahls jetzt sitzt, dem Gerichte zugefüiee wurde, bestritt er allerdings dieses Geständnis. Karajew, boe er es abgelegt haben soll, ist unterdessen nach Sibirien deportnm worden, er war zwar vorgeladen worden, hatte aber die laubnis vor Gericht zu erscheinen, nicht erhalten ^Amtliche Infolge dieser merkwürdigen und rätselhaften Verhältnis'-: ^Ä^D'cheberjn?.'und Ereignisse waren und blieben alle Beteiligten ohne Amnahme der Aeöerzeugung, daß die Tscheberjak mit dem Mnä in Verbindung stehe. Der Kommandeur der Kiewer Gendamenc erklärte gleich Anfangs, sie wisse vieles, der Antersuchungsrich: war überzeugt, daß sie direkt am Morde teilgenommen habe Die gleichen Beschuldigungen wurden am Ende des Prozeme ausgesprochen. Der Staatsanwalt erwähnte ein Gerücht, re 1 Tscheberjak habe den Iuschtschinski an Juden verkauft, me diese Version erscheine ihm als glaubwür^i^^^). RechLsann e u) 22t a 113 i a r a 24. X. 12) Katharina und Renia D i a k n 0 w n a 23. X. 1S) 0 11! gase w s k i 25. X. 14) Oberst Iwano iv und lintersirchungsrichler Jene n k e Brasul Bruschewski 20. X. 1L) Plaidoyer am 5.

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