Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 19 (1913)
- Issue
- Heft 9 (September 1913)
- Article
- I. Der deutsche Jude in der Armee
- Date
- 1913-09-01
- Page
- 407 (sequence 23)
- Language
- German
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Der deutsche Jude in der Armee. 407 wird sich doch immer sagen müssen: wenn man einmal an sängt, hem Gegner Jv i e Argnmente ^z n geben, dann ist jeder Gr so lg in jy r a g e g estel l t. (^ eh r richtig!) Wenn ich die Aeberzeugung gehabt hätte, das; das wahr wäre, was sie jagen, nun gut, dann hätte ich mir sagen müssen: Vor allem die Wahrheit! Weil ich aber gewußt habe, das ist ja doch nur ein unrichtiger Glaube, herausgewachsen aus der Erbitterung und aus dem Anrecht, das man uns zugefügt hat, da habe ich mir gesagt: jetzt müssen wir gegen diesen Teil der Bewegung Front machen; das ist unerträglich, daß nun aus unseren Reihen heraus gearbeitet wird mit antisemitischen Argumenten. (Lebhafte Zustimmung.) Wenn einer vor 20 Jahren einem deutschen Juden gesagt hätte, er wäre ein Fremdkörper im deutschen Volke, wenn einer einem deutschen Juden zur Zeit der Hochflut des Antisemitismus gesagt hätte, er gehöre überhaupt nicht zur deutschen Ration — nun, je nach dem Grade seiner Leidenschaftlichkeit fiel bann ein scharfes Wort oder er hätte sich überhaupt nicht meistern können und hätte dem Mann eiinen Schlag versetzt — so sehr hat man die- Behauptung als eine Kränkung und als Anrecht 'empfunden. Wer ich meine, das war ja noch zu ertragen, wenn es ein Antisemit uns gesagt hat. Da wußten wir, das ist der Mann, der in diesem Vorurteil lebt,'der Mann, dem sie ein geredet haben, selbst wenn er einen polnischen Namen getragen hat, er wäre germanischen Blutes, der Mann, der mit einer Brille hinterm Schreibtisch sitzt und sich einbildet, er wäre so stark und so kräftig wie einer, der in den Wäldern Germaniens Auerochsen gejagt hat. (Heiterkeit.) Also da hat man noch ein gewisses heiteres Verständnis dafür gehabt. Wenn aber nun in unseren eigenen Reihen mit diesem Rassenwahnsinn operiert 'wird, wenn aus unseren eigenen Reihen die Vorurteile der anderen bestätigt werden, dann müssen wir gegen diese Bewegung Front machen. (Bravo!) Das ist schwer, weil ein gewisser zionistischer Radikalismus in unangenehmer Art gegen uns kämpft; das müssen wir auf uns nehmen. Aber was das Kränkende ist, das, was ich ganz offen und frei als Taschenspielerkunststück bezeichnen muß, ist, daß sie unsere Ausführungen so gern so darstellen, als ob wir sie in einem unwahren und unechten Hurrapatriotismus machten. (Bravo!) Es sind doch jetzt auch schon 12 'Jahre, Haß, ich im politischen Kampf stehe, und wenn ich politisch spreche, mache ich oft genug Front gegen die nationale Phrase, gegen den unwahren Hurrapatriotismus. Niemals bin ich von einem mißverstanden worden. Wenn man raut den Herren ruhig undnüchtern auseinander getzt: aus den und den. Gründen gehören wir zur deutschen Nationalität, was steht dann am änderet: Tage in der jüdischen Rundschau? Die bringt eilten Bericht, als wäre man der allerbösartigste Chauvinist, als hätte man sich in übertriebenen nationalen Phrasen bewegt. Die Phrase liegt mir gewiß fern; ich stelle lediglich die Dinge so dar, wie 'sie sind. Ich sage, so ist unsere Sprache, und so ist unsere Kulturgemeinschaft, und ich sage, nach alledem gehören wir zum deutschen Volke und zu einem anderen können wir nicht gehören. And darum meine ich: mit derselben Schärfe, mit der wir uns gegen den Antisemitis m u s w enden, ln i t de r s e l be n Schärfe m ü s s e n äv i r a n s i n n e r e r N o t w endig f eit F r o nt m a H e n gegen den Z i o n i s ttt u s s o w e i t e r u n s e r Na t io n a l g e fü h l "b e st r e i t e t, a u ch et u s ö c r Erwägung heraus, weil wir wollen, daß it n s ein ttt a t nufer R e'cht wird-, weil w'ir es n i ch t e r t r a g e n f ö n n en, daß u n's e r e (Segne r i n d iese nt s chteeren K a m p f e it n s