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Im deutschen Reich · 1913-06-01 · Heft 7 (Juni 1913) · p. 301

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
19 (1913)
Issue
Heft 7 (Juni 1913)
Article
Glossen zur Zionisten-Resolution
Date
1913-06-01
Page
301 (sequence 6)
Language
German
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Glossen zur Z ion isten-Res o l u L i on. 301 Satz: Wir stehen fest auf hem Baden der deutschen Rationalität, war von jeher ein Grundpfeiler des EentralvereinS. * * * Der Leutra (verein soll sich auch plötzlich ein positives Vrogrannn zugelegt haben. Das ist die Bekämpfung des Zionismus. Früher fei er rein negativ gewesen; jetzt aber habe er gesehen, inan müsse auch ein positives Ideal haben. Darum kämpfe er gegen den Zionismus, für die Entjudaisiernng; der Zionismus aber erhalle das Judentum und sei dem Lentralverein verhaßt. Mus; man sich nicht den Kopf halten, wenn nran so etwas in jeder Versammlung aufgetischt erhält? In der Versammlung, die die zionistische Parteileitung am 1. Mai in Berlin abgehalten hat, erklärte Herr Dr. Klee \t. a. folgendes: „Die Zionisten hätten keine Veranlassung, aus dem. Centralverein auszutreten, denn eS gebe Zionisten, die hem Typ entsprächen, welche die Resolution der Hauptversammlung kennzeichne, überhaupt nicht. Wenn man austreten müsse, so geschehe dies nur aus Gründen des Protestes gegen die Resolution als solche." Ls ist richtig, die überwiegende Mehrzahl der Zionisten, wird .d urch die Resolution nicht getroffen, aber di e a nt V o r mittage des 1. Mai uiitc r A u s s ch l n s; der Dessen tl i ch k e i t st a t t g e h a b t e n Verhandlungen der z ionist i s ch e ir Vereinigung h ä t t e n D r. Kl c e d a r Li b e r belehre n sollen, daß so ganz a u s g e st o r b e n der i n unserer Resolution gekennzeichnete Typ n n t e r d e n Z i o n i st e n d o ch n i ch L i st. Er vergleiche unter vielen Hunderten von Beispielen die Rede des Herrn Parteisekretärs Blnmenseld, eines gewiß in der zionistischen Bewegung nicht untergeordneten Mannes, die er zum Stiftungsfest einer nationaljüdischen Verbindung in Wien vor einigen Wochen gehalten hat, die nach dem "Wortlaut der „Welt" in folgenden Worten ausmündete: „Pflegen Sie die Aeberzeugung, das; intransigente Parteinahme eine höchst kulturelle Betätigung ist. Beherzigen Sie Goethes Wort: „Des Mannes Tat sei Parteilichkeit." Erziehen Sie die Bürger für eine neue jüdische I u - k u rt f i, deren H e imat nicht hier i st, sondern i in Lande der Väter." Ein ganzer Strauß von Zitaten. des Inhalts, die Juden seien nach der Auffassung einiger Zionisten ein Wirtsvolr im Gastvolke, wird gegebenenfalls ein andermal gezeigt werden. Bor einigen Tagen hat übrigens erst der schon erwähnte Kr. Brünn in einer Eentralvereinsversammlung in Berlin von zionistischer Seite den deutschen Juden b e u t s ch e s Ration a l g e f ü h l wiederholt u n d n a ch d r ü ckl i ch abgesprochen. Die zionistische Parteileitung bestreitet uns das Recht, von verschiedenen Arten des Zionismus zu sprechen. In der nationaljüd. Zeitschrift „Die Freistatt" Mainummer 1913, lesen wir auf Seile 78: Wir kommen zu den besonderen Voraussetzungen des Zionismus oder sagen wir schon der Zionism en. D. h. wir heben ans dem W u st der F r a kt i o n s - und I n d i v i d it a I z i onis m c u die

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