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Im deutschen Reich · 1912-12-01 · Heft 12 (Dezember 1912) · p. 547

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
18 (1912)
Issue
Heft 12 (Dezember 1912)
Article
Wenn ich der Kaiser wär
Date
1912-12-01
Page
547 (sequence 8)
Language
German
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/Wenn ich der Kaiser war. 547 sent führt aus, daß jeder, dem das Geschick des Vaterlandes und des deutschen. Volkes am Herzen läge, sich in allen großen Fragen dem Verfasser werde anschließen müssen. Ls wäre ein ganz vorzügliches Buch, wohl geeignet, Blick und Arteil des Lesers in allen Fragen innerer und äußerer Politik, der Erziehung usw. zu schärfen und empfiehlt es dem Leser aufs wärmste. Ls wird Ihnen wohl bekannt sein, daß das Buch von Frymann in hohem Grade antisemitisch ist, und daß der Verfasser sich nicht scheut, die Forderung aufzustellen, den Juden ihre so schwer errungene Emanzipation zu entreißen. Unter den zahlreichen jüdischen Mitgliedern des „Flottenvereins" hat mit Recht die Anpreisung eines derartigen Werkes in Ihrer geschätzten Zeitschrift Befremden und Aergernis erregt. Wir geben der Hoffnung Ausdruck, daß es nur dieses Hinweises auf die einseitige und gehässige Tendenz des Frymannschen Buches bedurfte, um Sie zu veranlassen, zu einer anderen Beurteilung desselben zu gelangen. Wir wären Ihnen für eine geschätzte Rückäußerung in dieser Angelegenheit zu großem Danke verpflichtet." Die uns auf dieses Schreiben zugegangene Antwort der P r ä s i d i a l - G e s ch ä f t s st e l l e des Deutschen Flottenvereins lautet: „Sehr geehrte Herren! Wir bestätigen den Empfang Ihres Schreibens vom 10. d. Mts. und find erstaunt, daß Sie an unserer Besprechung des Frymannschen Buches „Wenn ich der Kaiser war" Anstoß nehmen. Wir haben uns durchaus nicht mit allen Einzelheiten des Buches identifiziert, wie es überhaupt nicht Sache der „Flotte" ist, sich in Dingen der parteipolitischen Aeberzeugung oder des religiösen Glaubens auf die eine oder die andere Seite zu stellen. Vom großen nationalen (nicht R affe n -) Standpunkt aus halten wir nach wie vor das Buch für nützlich. Die einschränkende Bemerkung in unserer Besprechung, „selbst wenn es in Einzelheiten eine abweichende Stellung nimmt", haben Sie wohl übersehen, jedenfalls kommt sie in der in Ihrem Schreiben enthaltenen Charakteristik nicht zur Geltung. Mit vorzüglicher Hochachtung Der G e s ch ä f t s f ü h r e r (Unterschrift). Mit der Besprechung in der „Flotte" ist der Brief der Präsidial -Geschäftsstelle des Flottenvereins nicht in Einklang zu Bringen. Hier handelt es sich nicht um „Einzelheiten", sondern um eine große Frage. Wenn die Redaktion

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