Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 18 (1912)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1912)
- Article
- Wenn ich der Kaiser wär
- Date
- 1912-12-01
- Page
- 546 (sequence 7)
- Language
- German
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546 Im deutschen Reich. Banken, die nicht rein persönliche Unternehmungen sind, dürfen keinen jüdischen Leiter haben. Ländlicher Besitz darf in Zukunft weder in jüdischem Eigentum stehen noch mit solchen Hypotheken belastet werden. Als Entgelt für den Schutz, den die Juden als Volksfremde genießen, entrichten sie doppelte Steuern wie die Deutschen." Herr Frhmann bekennt selbst die „Grausamkeit seiner Vorschläge" und entschuldigt sie damit, es käme ihm darauf an, die Seele des deutschen Volkes zu retten. Ein ehrenhafter Jude werde den Staub des unwirtlichen deutschen Bodens von den Füßen schütteln und sich anderwärts eine Heimat suchen. Mit dem Rest werde man fertig werden. Schließlich verbeugt sich dieser mitleidslose Judenfeind vor den Z i o n i st e n, die offen und ehrlich bekennen, daß ihr Volk ein Volk für sich sei, die ohne Rücksicht erklären, ein wirkliches Aufgehen der jüdischen Fremdlinge unter ihren Gastvölkern sei kraft des Naturgesetzes der Rasse unmöglich. Sie bestätigen durchaus, was die auf dem Standpunkt der Rasse stehenden Gegner der Juden längst behaupten. Frhmann meint: „Die Wahrheit, die sie verkünden, kann nicht mehr mundtot gemacht werden. Deutsche und jüdische Nationalisten sind in bezug auf die An Zerstörbarkeit der jüdischen Rasse einer Meinung — wer will also den Deutschen das Recht streitig machen, daraus die notwendigen Folgerungen zu ziehen?" — Damit hat der Judenfeind in der Sache des Zionismus ein großes Wort gelassen ausgesprochen. Aber nicht nur der jüdischen Jugend sei das offene Bekenntnis der letzten Ziele der unverfälschten Rassenantisemiten vorgehalten, sondern auch den nicht vom Haß und Argwohn verblendeten christlichen Mitbürgern, von denen wir voraussetzen, daß sie sich mit Abscheu von denen abwenden werden, die dem deutschen Volke solchen Rückfall in die vollständige Ankultur zuzumuten wagen. Wenn sie das Frymannsche Buch mit reger Aufmerksamkeit lesen, werden sie zweifellos finden, daß es nicht nur bezweckt, für die deutschen Juden, sondern auch für das ganze deutsche Bürgertum mittelalterliche Zustände wieder herzustellen. Daß bei einer flüchtigen Prüfung die Bedenklichkeit der Frymannschen Ausführungen nicht immer sofort erkannt wird, davon hat uns nachstehender Briefwechsel überzeugt: „An die Redaktion der „F l o t t e" Berlin W., Am Karlsbad 4. In der Nr. 7 Ihrer geschätzten Zeitschrift befindet sich eine überaus lobende Besprechung der Schrift von Daniel F r y m a n n: „W eint i ch der K a i s e r w ä r". Der Rezen-