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Im deutschen Reich · 1912-12-01 · Heft 12 (Dezember 1912) · p. 544

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
18 (1912)
Issue
Heft 12 (Dezember 1912)
Article
Wenn ich der Kaiser wär
Date
1912-12-01
Page
544 (sequence 5)
Language
German
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544 Fm deutschen Reich. Schule der Juden und folgten ihrem Beispiele. Die Träger und Lehrer des heute herrschenden Materialismus sind die Juden; seine deutschgeborenen Anhänger sind den angeborenen Iustinkten entfremdete Verführte. Zur wirtschaftlichen Macht gekommen., griffen diese Volks- und rassenfremden Gäste auf deutschem Boden auf alle (Gebiete des nationalen Lebens über. Publizistik, Theaterwesen, Journalistik wurden erobert'; die Advokatur, die Hochschulprofessuren, die ärztliche Laufbahn, wurden ein besonderes Feld jüdischer Betätigung und jüdischen Einflusses." Wer im praktischen £ebeu steht, wird ohne weiteres erkennen., wie wenig diese Darstellungen der Wirklichkeit entsprechen; er wird in seiner nächsten Bähe Juden kennen gelernt haben, die sich auf den verschiedensten Gebieten schöpferischbetätigt, solche, die neue Industrien geschaffen haben, als durch eure veränderte Zollgesetzgebung ganze Industriezweige nicht mehr auf dem Weltmärkte konkurrenzfähig blieben, Inden, die durch Intelligenz und Kapitalkraft die Arbeitsgelegenheit in Deutschland selbst in ungünstigen Zeiten auf bester Höhe hielten. Wer selbst auf wissenschaftlichen Gebieten Hervorragendes leistet, wird anerkennen müssen, was die Wissenschaft und besonders die Technik einzelnen Juden verdankt, wer im geschäftlichen Verkehr steht, wieviel zu ihren Erfolgen ihr rechtlicher Sinn, ihr Fleiß, ihre Mäßigkeit und ihr Familiensinn beigetragen. Jeder Unbefangene wird den Juden das Zeugnis geben, daß sie an Anabhängigkeitssinn und Ehrgefühl niemals hinter ihren christlichen Mitbürgern zurüEstehen, keine Pfründen rund Sinekuren erhalten oder erstreben und ans allen Gebieten der Humanität tatkräftig und opferwillig Mitarbeiten, ohne ans Dank rechnen zu können. Was sie für Wissenschaft und Kunp opfern, erreicht mindestens das, was von anderen Kreisen dafür geleistet wird. Alles dies spricht Frymann ihnen -ab, der sie zu Trägern der „Lehren des Materialismus" stempelt, ohne zu bedenken, daß es an Lächerlichkeit grenzt, die gubeu dgfür haftbar zu machen, daß seine nach der Reichshauptstadt kommenden agrarischen Gönner massenhaft hier sehr materielle Genüsse den geistigen vorziehen, die hier so vielfach geboten werden, aber ohne jüdischen Zuspruch unbeachtet bleiben würden. Was Frymann über die nur in der antisemitischen Fiktion bestehende „j ü d i s ch e Press e" sagt, bedarf keiner Widerlegung; die jüdische Fachpresse ist gar nicht in der Lage, ans diese einen. Einfluß auszuüben. Christliche Redakteure, auch wenn sie nicht „arischer" Abstammung sind, würden bei der Tagespresse jede Beeinflussung im jüdischen Sinne ablehnen. Die Rassenfrage ist eine rein wissenschaftliche, als solche noch keineswegs gelöst und von Frymann offenbar nur nach ooerfläch-

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