Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 18 (1912)
- Issue
- Heft 9 (September 1912)
- Article
- Berlin
- Date
- 1912-09-01
- Page
- 417 (sequence 3)
- Language
- German
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Koi-respondenzen. All dafür, daß ihnen der Kyffh-äuser-Verband eine starre dogmatische Auffassung des völkischen Gedankens aufgezwungen, diesen antisemitisch durchsetzt hat, und daß sich die A. A. H. tz. dazu offen bekennen. So hat nach den „Akademischen Blättern" vom 16. August bei dem 31. Stiftungsfest des Vereins Hannover II der A. H. Stahl in seiner Tendenzrede über die ernste Ky ff hause rar beit gesagt: „In jeder Hinsicht besteht Freiheit der Betätigung, nur darf sich keinerinWiders p r u ch s e tz e n m i t d e n G r u n d a n s ch a u u n g e n d e s K.-V. Wir weisen immer wieder auf die unüberbrückbare Kluft zwischen Juden- und Germanentum und den unheilvollen, zersetzenden Einfluß der Juden auf ihre Wirtsvölker hin. Niemals können die internationalen Bestrebungen des NltramonLanismus und der Sozialdemokratie unsere Zustimmung finden." — Die in der „Kreuzz eitung" vom 13. August und der „S L a a L s b ü r g e r - Z e 11 u n g" vom 14. August enthaltene Besprechung eines Festspiels von Axel Delmar wird die Leser dieser Zeitschrift interessieren. In der den „Mitteilungen des Verbandes gegen Aeberhebnngen des Judentums" entnommenen Besprechung wird nämlich bezüglich der karikierten Gestalt des jüdischen Handelsmannes Gumpert gesagt, wegen des mauschelnden Juden sei das Stück noch kein antisemitisches Festspiel; dann wird hinzugefügt: „Wir empfehlen gelegentlich das unter jüdischer Leitung stehende Herrnfeldtheater in Berlin zu besuchen, in dem ausschließlich gejiddelt wird. Oder haben nur die „deutschen "Staatsbürger jüdischen Glaubens" das Necht, sich an dieser Mundart zu erfreuen, ohne als Antisemiten gebrandmarkt zu werden?" — Der Antisemitenpresse muß, es doch bekannt sein, daß die Herren Gebrüder Herrnfeld weder deutsche Staatsbürger, noch jüdischen Glaubens, sondern österreichische Staatsbürger christlichen Glaubens, wenn auch jüdischer Abstammung sind. Ferner heißt es in der Notiz: „Die Gestalt Gumperts wirkt harmlos scherzhaft, und nur durch Eigenschaften, die nun einmal der jüdischen Nasse eigentümlich sind: Körperbau, Bewegung und Sprache. Eine judenfeindliche Absicht hat dem Dichter fern gelegen, kann auch nur von krankhaft empfindlichen Zuhörern herausgetiftelt werden. Tatsächlich ist dieser Gumpert eine geschichtliche P e r s ö n l i ch k eit u n d S t a m m v a i e r derFamilie, welche he u t e n ochu n t e r der Firma F. W. Gumpert, in Berlin eine Ko udito r ei betreibt." — Wir verweisen auf das Aprilheft unserer Zeitschrift Seite 195, wonach die Konditorei von F. W. Gumpert, Neue Königstr. 24, obgleich ihre Besitzer ihre Wohlhabenheit einer vorzugsweise jüdischen Kundschaft verdanken, hei Vakanzen jüdische Bewerber öffentlich aus-