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Im deutschen Reich · 1912-06-01 · Heft 6 (Juni 1912) · p. 294

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
18 (1912)
Issue
Heft 6 (Juni 1912)
Article
[Ohne Titel] / Wolff
Date
1912-06-01
Page
294 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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294 Im deutschen Reich. tretung von Juden in der Aerzteschaft an einen: Charlottenburger Krankenhause im Verlaufe mehrerer Jahre nur eine kleine Anzahl jüdischer Assistenzärzte gewesen sei. Rechtsanwalt Dr. Blau faßte in seinem Schlußwort das Ergebnis seines Referats und der Diskussion in folgenden Sätzen zusammen: Die Tatsache, daß in Charlottenburg im Gegensatz zu anderen Städten kein jüdischer Volksschullehrer ist, kann nicht aus der Welt geschafft werden. Es ist gesetzlich möglich, schon bei 12 jüdischen Schulkindern einen jüdischen Lehrer zunächst als Religionslehrer anzustellen, dem der Unterricht in andern Fächern, in gewissen Fällen sogar das Ordinariat, erteilt werden kann. Dieser Weg muß auch in Char- Lottenburg beschnitten werden, was um so leichter geschehen kann, als in der Stadtverwaltung eine liberale Majorität existiert und 17 ö/o der Stadtverordneten Juden sind. In einem Schlußwort konstatierte Herr Iustizrat Dr. Hornist mit Genugtuung, daß die Stadtverwaltung CharloLtenburgs von einem liberalen Geist erfüllt sei und stellte fest, daß sowohl die Vorträge wie die Diskussion allen Anwesenden die Rotwendigkeit des Central - Vereins deutlich vor Augen geführt habe. 8. — In den letzten Apriltagen wurde in Mainz eine Ortsgruppe des Centn al-Ver eins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens begründet; die Aemter im Vorstand der neuen Ortsgruppe sind wie folgt verteilt worden: Herr Rabbiner Dr. Salfeld 1. Vorsitzender, Herr San.-Rat Dt. Julius Metzger 2. Vorsitzender, Herr Buchdruckereibesitzer Eugen Herzog Schriftführer und Herr Heinrich Wolf Kassierer. -- Im Verlauf der letzten Wochen hat die Synagogengemeinde Breslau ihren Jahresbeitrag auf 600 Mark erhöht. Die Gemeinde Stargard i. Pommern hat beschlossen, sich dem Central-Verein mit einem Jahresbeiträge von 30 M. anzuschließen, die Synagogengemeinden Bärwalde i. Pomm., Einbeck i. Hann, und Oberglogau i. O.-Schl., dem Central- Verein mit einem Jahresbeiträge von je 10 M. beizutreten. Auch die Israelitische Religionsgemeinde zu Chemnitz hat ihren korporativen Beitritt angemeldet. — Am 2, Mai wurde in Kaiserslautern am 2. Mai ein treues Mitglied unseres Vereins, Herr Sigismund Basch, beerdigt, der als Kassierer des dortigen Gruppenvorstandes unsere Sache eifrig gefördert hat. Am Grabe sprach als Vertreter des Gruppenvorstandes Herr Rechtsanwalt Dr. Blüt h e, und im Namen des Landesverbandes wurde auf das Grab ein Kranz niedergelegt. — Es wird den Lesern unserer Zeitschrift sicher Vergnügen

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