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Im deutschen Reich · 1912-06-01 · Heft 6 (Juni 1912) · p. 260

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
18 (1912)
Issue
Heft 6 (Juni 1912)
Article
Die Zukunft der Juden
Date
1912-06-01
Page
260 (sequence 4)
Language
German
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2fc0 Im deutschen Rech. in ihr nur lachenoe Griechen gäbe. Wir wollen diese tiefen, traurigen Iudenaugen niemals verlieren, denn mit ihnen gingen andere Schönheiten aus dieser Welt heim, die wundersame Melancholie der jüdischen Dichtung,' wie sie uns in Heine offenbarr worden ist, der jüdische Witz und vielerlei sonst, was uns wert ist, und was und diese Welt reich macht." Auf ihre Erhaltung müßten wir auch um deswillen dringen, weil die starke Betonung der Eigenheit die Art verbessern und veredeln hilft; echte Art verkümmere, wo sie sich nicht rein entfalten könne. Das erlebten wir heute so oft. Gerade auch dieses Gemisch zwischen Jüdischem und Deutschem oder anderen Wesen, wie es der Dag bringe, habe weidlich dazu beigetragen, alle Arten zu verschlechtern. Ich wünschte es — sagt Sombart — im Interesse aller deutscher Volksseelen, d a ß, sie von der Umklammerung durch den jüdischen G e i st befreit würde, damit sie sich wieder in ihrer Beine entfalten könne. Ich wünschte, daß die Verjudung so breiter Gebiete unseres öffentlichen und geistigen Lebens ein Ende nähme zum Heile der deutschen Kultur aber auch ebenso der jüdischen, denn ganz gewiß leide diese ebensosehr unter der unnatürlichen Paarung. Ein großer Teil der jüdischen Eigenschaften, die Richtjuden und so viele Juden besonders peinlich empfinden, verdankten ihre Entstehung und Entwicklung der Sucht nach A s s i tu 11 a 11 o n, nach Anpassung und Annäherung. Gerade die Periode, in die das Judentum jetzt eintrete, mit dem Beginn der jüdischen Renaissance, werde in besonders reichem Maße wertvolle Eigenarten zur Entfaltung bringen, wie alle Perioden nationaler Wiedergeburt. Gerötete Wangen und leuchtende Augen, die man jetzt schon oft unter der jüdischen nationalen Jugend antreffe, welch kostbarer Schatz sei damit in unserer armen Zeit gewonnen. Wenn nichts für die jüdische Renaissance spreche, als diese ihre idealbildende Kraft, sie müßte von jedem Menschenfreund gut und willkommen geheißen werden. Die Kreise, in denen diese Freudeüfeuer brennen, werden von Tag zu Tag größer. Ämter der jüdischen Jugend sei diese nationale Bewegung schon mächtig angeschwollen und verspreche, immer breiter und tiefer zu werden. Der Zionismus halte eine Gesundung des jüdischen Wesens nur für möglich, wenn es wieder einen reinen jüdischen Staats¬ und Gesellschaftsorganismus gebe, wenn das Iudenvolk nicht mehr nur Ranken und Schlingpflanzen bilde, die sich um fremde Bäume winden, sondern Wurzeln schlage in eigenem Mutterboden und sein -Wesen zu starken Stämmen verholzen lassen könne. Die Gründe gegen dir Gründung eines Indenstaates

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