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Im deutschen Reich · 1912-03-01 · Heft 3 (März 1912) · p. 149

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
18 (1912)
Issue
Heft 3 (März 1912)
Article
[Ohne Titel]
Date
1912-03-01
Page
149 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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Vereinsnachrichten. 149 als einen Bluff bezeichnet hat) so hat er nichts gegen uns bewiesen; ebensowenig, wenn er die kritischen Bemerkungen in unserem Blatte als systematische Hetze assimilations-jüdischer Kreise gegen ihn bezeichnet. Sombart erklärt den Antisemitismus sür ein „gottgewolltes Schicksal" (!), er hält das Wort, daß der Antisemitismus eine „Schmach. des Jahrhunderts" sei, für verfehlt. Dieses Wort passe höchstens auf die Form. Der Antisemitismus an und für sich sei eine Notwendigkeit, sei immer gewesen und werde es sein. Wir sind darüber anderer Ansicht. — Wir werden in unserer Stellungnahme gegenüber jüdischen Problemen nach wie vor mit aller Energie uns auf den Standpunkt stellen, ba% es der gefährlichste Standpunkt für das Judentum wäre, wenn es sich durch eine gewisse Courtoisie in der Form in seinem Kampfe ums Recht beeinflussen oder einlullen ließe, und wir können nur allen denen, die wie der Briefschreiber von der Irrigkeit und Gefährlichkeit der Sombart'schen Vorträge keine Ahnung haben, nachdrücklichst die Lektüre dewRießer'schen Schriften^empfehlen. — Am 28. Januar fand in Schneidemühl im Saale der Anitasloge eine V e r s a m m l u n g des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens statt. Der Syndikus des Vereins, Herr Rechtsanwalt Dr. Hollunder, erörterte in sehr interessantem, eindrucksvollem Vortrag die politische Lage „nach den Wahlen" und erläuterte die Methoden, nach denen der Kamps gegen den Antisemitismus zu führen ist. In der Diskussion sprachen die Herren Rechtsanwalt So ldin, Rabbiner Dr. Lewkowitz und Dr. Mislowitzer. Es schlossen sich 37 neue Mitglieder dem Verein an, so daß die Begründung einer Orts- Gruppe beschlossen ist. — Am 29. Januar hat inCöpenick eine gut besuchte Versammlung stattgefunden, in welcher der Syndikus, Herr Rechtsanwalt Dr. Holländer, über das Thema „Nach den Wahlen" einen Vortrag hielt. Es traten acht neue Mitglieder bei. Auf Veranlassung des Vorsitzenden, Herrn Dr. Werner, wurde eine Ortsgruppe für C ö p e n i ck neu gegründet, die sich am 13. d. M. nach dem erfolgten Beitritt von sechs neuen Mitgliedern aus Karlshorst als Ortsgruppe Cöpenick- Karlshorst neu konstituiert hat. Vorsitzender: Max Cohn, Cöpenick, Stellvertreter: Rechtsanwalt Zippert, Cöpenick, Kassierer: Adolf Nathansohn, Karlshorst, Schriftführer: Lehrer und Prediger Frank, Cöpenick, Beisitzer: Mich. Iacoby, Friedrichshagen, Zahnarzt Bernstein, Cöpenick. — Der Badische Landesverband des Central-

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