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Im deutschen Reich · 1912-03-01 · Heft 3 (März 1912) · p. 148

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
18 (1912)
Issue
Heft 3 (März 1912)
Article
[Ohne Titel]
Date
1912-03-01
Page
148 (sequence 3)
Language
German
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14S Im deutschen Reich. In der im Jahre 1813 erschienenen Erwiderung des Pros. Paulus in Heidelberg auf die erste Schrift von Gabriel Rießer finden wir teilweise dieselben Gedanken entwickelt, wie sie Sombart in obigem ausgesprochen hat. And die staatsrechtliche Theorie Sombarts, wonach die Juden zu Remtern nicht berufen zu werden brauchen, da niemand einen Anspruch aus ein Amt habe, ist entnommen aus dem Arsenal judengegnerischer Weisheit und von den namhaftesten S taatsr echtste hrern schon oft genug widerlegt worden. Wir sind weit entfernt davon, Herrn Sombart bösen Willen zuzuschreiben. Was wir ihm zum Vorwurf machen, ist mangelnde Kenntnis und Prüfung der einschlägigen Verhältnisse. Daß wir Herrn Prof. Sombart objektiv gegenüöerstehen, beweist gerade der Amstand, daß wir sein Buch von einem ihm so günstig gesinnten Rezensenten wie Caro in unserer Zeitschrift haben besprechen lassen. Daß über den wissenschaftlichen Wert auch des Sombart'schen Buches von berufener theologischer Seite ganz außerordentlich ungünstig geurteilt wird, weil auch nach dieser Richtung hin Sombart die nötige Prüfung und Gründlichkeit hat vermissen lassen, beweisen die Artikel von Rabbiner Dt. Max Cschelbacher in der Zeitschrift „Ost und West", im „Israelitischen Famckienblatt" von Rabbiner Dr. Finkel „Sßrof. Sombart und die Juden" vom 4. Januar 1912, im Israelitischen Gemeindeblatt in Köln und namentlich in der „Jüdischen Presse" von Rabbiner t)r. Hoffmann-Randegg. In der Zeitschrift „Ost und West" (Februar 1912 S. 124) heißt es: „Wenn wir nun bei Sombart lesen „welche Seelenangst muß der reiche Christ ausstehen, da ihm das Himmelreich verschlossen ist, gegenüber dem reichen Juden, der, wie wir sehen, im Äamen Gottes Gold wie Zinn und Silber wie Blei sammelt", so dürfen wir demnach sagen, daß in diesem frivol u it b tief verletzenden S a tz e die erste Hälfte ebenso unwahr ist wie die zweite." Wir sind somit mit unserem Arteil durchaus in guter Gesellschaft und namentlich durchaus in Gesellschaft von Männern, denen man irgendwelche Leisetreterei nicht zum Vorwurf machen kann. Wenn am Schluß des offenen Brieses behauptet wird, der Vorstand des Central-Vereins blicke mit Antipathie auf die Bestrebungen eines bewußten Judentums, so weiß ein jeder, der die Bestrebungen unseres Vereins kennt, daß die Hebung des jüdischen Selbstbewußtseins nicht zum mindesten ein Verdienst unserer Organisation ist. Wenn Herr Sombart in seinem letzten Vortrag in Berlin der Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens

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