Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 18 (1912)
- Issue
- Heft 3 (März 1912)
- Article
- Wie Märchen entstehen
- Date
- 1912-03-01
- Page
- 132 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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132 Im deutschen Reich. Kenntnis zu setzen, bitte Sie um baldige deutliche Antwort und zeichne, indem ich bemerke, daß ich gegenwärtige Zuschrift veröffentlichen werde, mit vorzüglicher Hochachtung Rechtsanwalt Dr. Lohn, Vorsitzender des Liberalen Wahlvereins für Anhalt I Richard Rösicke." Hieraus erhielt ich die nachstehenden Antworten: „Dessau, den 8. Januar 1912. Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt! Ihr geehrtes Schreiben habe ich sofort nach Erhalt Herrn Prof. Dr. Leonhardt, der die Wahlagitation von Anhalt I leitet, zur Beantwortung übermittelt. Ich für meine Person würde eine derartige Agitation nie billigen und kann mir nicht denken, daß, seitens meiner Parteifreunde in der von Ihnen angedeuteten Weise agitiert worden ist. Herr Parteisekretär'Z e l l e r, der eben bei mir ist, bestätigt mir dies für die Versammlungen, denen er beigewohnt hat. Ich empfehle mich Ihnen hochachtungsvoll ergebenst Lux, Vorsitzender des Landesverbandes der nationalliberalen Partei für Anhalt. Herrn Rechtsanwalt Dr. Lohn, Vorsitzender des Liberalen Wahlvereins für Anhalt I Richard Rösicke." Dessau. „Dessau, den 8. Januar 1912. Herrn Rechtsanwalt Dt. Lohn, hier. Sehr geehrter Herr! Auf Ihr gefälliges Schreiben vom 8. Januar d. I., das mir von Herrn Direktor Lux übergeben ist, erlaube ich mir, Ihnen zu erwidern, daß meiner Kenntnis nach — und ich habe ca. 30 Versammlungen beigewohnt — unsererseits auch nicht ein Wort gefallen ist, das auch nur eine Andeutung antisemitischen Charakters enthalten hat. Herr Parteisekretär Zeller versichert für die Versammlungen, denen er beigewohnt hat,